Fr., 20.07.2012
„Christian-Brinkschmidt-Erinnerungsturnier“ am Sonntag Reckels kritisiert erzwungene Verlegung: „Das Turnier gehört nach Hauenhorst“
Der FCE mit Marius Bülter und Nils Woltering (v. l.) trifft ab 15 Uhr auf Germania Hauenhorst.
Rheine - Es ist ein Gipfeltreffen der lokalen Fußballszene. Zum „Christian-Brinkschmidt-Erinnerungsturnier“ geben sich mit dem SuS Neuenkirchen, FC Eintracht Rheine und SV Mesum die drei hochrangisten Klubs der Region ein Stelldichein. Germania Hauenhorst, der Heimatverein des im September 2011 verstorbenen Fußballers, ergänzt das Teilnehmerfeld, das um 13.30 Uhr in der Obi-Arena des FCE begrüßt wird.
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Die Verlegung des Turniers zum Delsen – der SV Mesum durfte wegen des unerfüllten Schiedsrichter-Solls nicht als Ausrichter auftreten (MV berichtete) – sorgt für einigen Ärger. „Ich kann nur mit dem Kopf schütteln. Da von einem Präzedenzfall zu sprechen, halte ich für pietätlos. Ich würde gerne wissen, wer dafür verantwortlich ist“, kritisiert SuS-Trainer Franz-Josef Reckels die sture Anwendung der Vorschriften und plädiert für einen anderen Austragungsort: „Das Turnier gehört nach Hauenhorst.“
Reckels und Christian Brinkschmidt waren befreundet, der Tod des Sportlers traf ihn schwer: „Wir hatten ein enges Verhältnis. Ich denke jeden Tag an Christian!“ Der SuS schickt seinen besten Kader nach Rheine, der sportliche Stellenwert soll gepflegt werden.
Auch Uwe Laurenz, Trainer des gastgebenden FC Eintracht Rheine, findet die Standortlösung nicht optimal: „Es wäre schön gewesen, wenn man sich nicht sklavisch an eine solche Regel gehalten hätte.“ Gleichwohl akzeptiere man die jetzt gefundene Variante und hofft auf ein sportlich attraktives Turnier. Im Kader des FCE stehen mit Benjamin Brinkmann, Jannis Meyer und Mirco Heger drei weitere „Urlaubs-Heimkehrer“, was die Möglichkeiten für taktische Feldforschung erweitert. „Die Jungs sind sehr leistungsbereit“, nimmt Laurenz den großen Trainingseifer erfreut zur Kenntnis. Der Kader wurde mit Augenmaß zusammengestellt, Ausfälle sind leichter zu kompensieren. Am Sonntag fehlen Philip Fontein (Bänderriss) und Philipp Garmann (Probleme an der Patellasehne). Nach wie vor ist die Mannschaft in der Findungsphase, die richtigen Gradmesser kommen noch. „Wir haben noch einige Inhalte abzuarbeiten“, nennt Uwe Laurenz Laufwege und das Verhalten bei Standardsituationen als Beispiele. Einig ist er sich mit Reckels darüber, das Turnier im nächsten Jahr fortzuführen: „Die Idee geht dahin, das mit einer gewissen Nachhaltigkeit zu entwickeln.“
