Mi., 14.03.2012
MV-Interview zum Westfalenligaderby Franz-Josef Reckels: „Dann greifen wir nächste Saison neu an“
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Neuenkirchen. Seit 2009 sitzt Franz-Josef Reckels beim SuS Neuenkirchen auf der Trainerbank - seine zweite Amtszeit beim SuS nach der ersten Periode Ende der neunziger Jahre. In ersten Saison 2009/10 führte er die Mannschaft auf Platz vier, im Vorjahr reichte es sogar zu Rang drei hinter dem FCE. Im Vorfeld des ewig jungen Derby gegen den Rivalen aus Rheine sprach MV-Redakteur Dirk Möllers mit dem 56-Jährigen über vergebene Chancen, Rafael Figueiredo und die Oberliga-Qualifikation.
Sieben Punkte aus drei Spielen holte der SuS 2012. Wie zufrieden sind Sie mit dem Start ins Fußballjahr?
Franz-Josef Reckels: Wir sind zufrieden mit der Bilanz, aber wir hätten sie durch einen „Dreier“ in Delbrück, der möglich war, optimieren können. Aber dieses haben wir spätestens durch den Sieg in Stadtlohn kompensiert.
Was läuft schon sehr gut in der Mannschaft, wo sehen Sie Verbesserungsbedarf?
Reckels: Wir sind mit dem Spielaufbau ganz gut zufrieden, haben aber ein Manko in der Verwertung der Torchancen. Aber andererseits spricht es auch für die Mannschaft, dass sie sich so viele Möglichkeiten erarbeitet.
Rafael Figueiredo ist mit elf Saisontoren der beste Torschütze beim SuS. Wie abhängig ist die Mannschaft von ihm?
Reckels: Rafael spielt eine starke Saison. Gemessen an seinen Chancen hätte er aber einige Treffer mehr erzielen können oder müssen. Rafael ist sich selbst der größte Kritiker. Von einer Abhängigkeit würde ich nicht sprechen, denn bei uns können mindestens fünf weitere Spieler jederzeit einen Treffer erzielen.
Wie bedeutend wäre die Oberliga-Qualifikation für den SuS Neuenkirchen?
Reckels: Sie ist nicht von existenzieller Bedeutung. Die Mannschaft besitzt die Qualität, den Aufstieg zu schaffen. Aber es würde letztlich nichts zusammenbrechen, wenn wir am Ende unglücklicher Siebter wären. Aber vielleicht kann sogar der Siebte ein Entscheidungsspiel austragen.
Wäre es denn eine verlorene Saison, wenn man die Qualifikation verpasst?
Reckels: Die Frage müsste man mehr dem FCE stellen. Falls wir das Ziel verfehlen sollten, greifen wir in der nähsten Saison neu an.
Unter welchen Vorzeichen steht das Derby am Wochenende gegen den FCE?
Reckels: Wenn es noch ein reizvolles Derby hier im Kreis gibt, dann sicherlich das zwischen dem SuS und dem FCE. Es steckt aufgrund der Historie immer viel drin, nicht nur zwischen den Vereinen, sondern vom Trainer angefangen über viele Spieler. Da gibt es mehrere Querverbindungen. Ingesamt sehe ich ein Derby ohne große Emotionen, gleichwohl aber mit sportlicher Brisanz.
Jedes Frühjahr dreht sich besonders zwischen diesen beiden Klubs das Personalkarussell, aktuell bahnt sich ein Vereinstausch zwischen André Klostermann (FCE) und Tobias Schütte-Bruns (SuS) an. Wie ist der Stand in diesen beiden Personalien?
Reckels: Zu Personalangelegenheiten sage ich an dieser Stelle nichts.
Sie kennen FCE-Trainer Klaus Bienemann seit Jahrzehnten. Welche Eigenschaft schätzen Sie am Rheiner Kollegen besonders?
Reckels: Er kann eine Mannschaft sehr gut führen und motivieren. Klaus Bienemann spricht die Sprache der Spieler, ob jung oder älter.
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