Di., 10.11.2009

Rheine Hübsches Doping für Amisia Rheine durch engagierte Spielerfrauen

Sie sind die beste Motivation für die Fußballer von Amisia Rheine (v. l.): Sabrina Brünen, Sabrina Holthaus, Julia Wilpsbäumer, Bossel-Königin Nicole Hemmer, Silvia Dirkes, Petra Kelle und Nadine Guth. (Foto: Rapreger)

Rheine. Schön zu wissen: Es gibt sie noch, die reale Welt des menschlichen Kennenlernens. Während Millionen von Internet-Nutzern bei Facebook, meinVZ oder MySpace um Kontakte buhlen, gründete eine Handvoll Frauen an der frischen Luft einen neuen Freundeskreis. Ein nettes Lächeln statt eines User-Profils, ein warmer Händedruck statt anonymer Chat-Bemühungen. So geschehen auf dem Sportplatz von Amisia Rheine.

Alles begann im Frühsommer 2009. Neben Petra Kelle und Julia Wilpsbäumer fiel auch Nicole Hemmer bei Heimspiel-Besuchen von Amisia ein nicht ungewöhnliches Phänomen unter den weiblichen Besuchern auf: „Alle verteilten sich rund um den Platz. Manche standen ganz einsam am Rand“, beobachtete sie. Und wollte diesen Zustand ändern. Mit Kelle und Wilpsbäumer, Schwester von Amisen-Kapitän Christian Wilpsbäumer, sprach sie gezielt einzelne Frauen an, die sich im Möbel-Feldmann-Stadion versammelt hatten. Dabei handelte sich in fast allen Fällen um die Freundinnen der Fußballer. Von Woche zu Woche wuchs die Gruppe auf die stattliche Anzahl von 20 jungen Damen an, die jetzt bei jedem Heimspiel eine ganz besondere Note Fankultur auf die Ränge zaubert.

„Die Jungs sind total glücklich darüber“, freut sich Hemmer und weiß: „Die Männer sagen: ,Wenn die Frauen zufrieden sind, sind die Männer auch zufrieden.“ Kein Beziehungsstress, kein langes Gesicht mehr, wenn von August bis Mai fast jeder Sonntagnachmittag dem Fußball gehört. Hemmer, selbst mit Abwehr-Ass Dirk Grotholt liiert, hat zwei Fliegen mit einer Klappe erledigt. Denn durch ihre Initiative entstanden viele neue Freundschaften unter den Fans. Bester Beweis: Sechs Damen aus der munteren Truppe gönnen sich am Wochenende einen launigen Party-Ausflug ins sauerländische Willingen. Regelmäßig versammeln sich die Fußball-Fachfrauen auch zum Stammtisch, den sie unter dem Namen „Wenn nicht wir, wer dann?“ ins Leben riefen.

Zum jüngsten Heimspiel ihrer „besseren Hälften“ kam die Damenrunde am Ende ihres Boßel-Nachmittags. „Wir hatten uns bei Heuwes in Gellendorf getroffen und trafen pünktlich zum Anstoß um 14.30 Uhr im Stadion“, berichtete Hemmer. Die Königswürde errang sie übrigens durch die letzte Boßel-Runde - ausgetragen auf dem Amisen-Hauptplatz vor der Eckfahne. Mit einem Bollerwagen voller Heiß- und Kaltgetränke verfolgten die Runde anschließend das Heimspiel gegen Borussia Münster. Ob es am vorherigen Genuss diverse Getränke oder an den müden Stimmbändern lag - auf jeden Fall muss die Unterstützung am Vorsonntag nicht so optimal wie sonst gewesen sein. Denn die kickenden Herren der Schöpfung verloren mit 1:4 gegen Borussia Münster. Doch wie immer gilt: Neues Spiel, neues Glück! In vier Tagen bei Schwarz-Weiß Esch.

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