Di., 05.06.2012

Vom Schulgarten bis zum regionalen Frühstück: Nachhaltigkeit und alternative Energien Auch Wind im Klassenraum kann Strom erzeugen

Vom Schulgarten bis zum regionalen Frühstück: Nachhaltigkeit und alternative Energien : Auch Wind im Klassenraum kann Strom erzeugen

Reinhard Neumann vom Umweltmobil erklärt den Heriburgschülern nachhaltige Energiegewinnung. Foto: Kösters

ös- An der Heriburgschule wird statt des normalen Unterrichts in dieser Woche eifrig experimentiert, getüftelt und gebastelt. Der gestrige Dienstag war Welttag der Umwelt. „Das passte genau für unsere Projekttage diese Woche“, sagte Schulleiter Ulrich Blanke. „Vom Schulgarten bis zum regionalen Frühstück – das Thema Umwelt, Nachhaltigkeit und alternative Energien wollen wir unseren Schülern vorrangig vermitteln“.

Von Jörg Homering

Welche Materialien aus der Natur isolieren Wärme am besten? Bei welchem Anstellwinkel der Windradflügel bekomme ich maximalen Strom? Wo finde ich das beste Licht für eine Solarzelle? Dafür hatten Annelie Sieveking und Reinhard Neumann im Umweltmobil der Gesellschaft für angepasste Technologien aus Rheine jede Menge Experimente mitgebracht, die die Kinder selber durchführen und lösen mussten.

Andere untersuchten Qualität und Preise von Gemüse aus dem Supermarkt im Vergleich zu dem aus der Region. Sie besuchten am Montag Geschäfte im Dorf und fuhren am Dienstag mit Lehrerin Anne Bakenecker auf dem Fahrrad zum Spargelhof Lastering. Eine weitere Gruppe prüfte die modernen Getränke. Was ist besser, Energy-Chemie oder gesunder Saftmix? Sie besuchten am Dienstag die Firma „Salvus Mineralbrunnen“ in Emsdetten.

Drachen steigen lassen macht nicht nur Spaß, man spürt, welche Kraft dahinter steckt. „Nicht nur Kite-Surfer, selbst große Ozeanfrachter werden schon mit Drachen gezogen“, erklärt Lehrer Peter Volkery. „Energie ohne Treibhausgase“. Dass Färben von Wolle nicht nur mit Chemie geht, sondern man Grün auch aus Brennnesseln erzeugen kann, bewies Ingrid Greinus. Auch Bilder, gemalt mit natürlichen Farben, sind ab heute in der Schule zu bestaunen.

Und was bedeutet Nachhaltigkeit? „Recycling“ oder „Regenerieren“, also nicht gleich wegwerfen, sondern wieder verwenden. Sie lernten, wie man aus alten Jeans tolle Handtaschen, Buchhüllen oder Portemonnaies schneidert, andere bauten aus Eimern, Dosen und Kanistern Trommeln und Schlagzeuge. Und für künstlerische Fantasie ist kein Müll zu schade – sei es ein Rennwagen für Batman aus einem Projektor, die Golden-Gate-Bridge aus Fahrrad-Felgen und -Speichen oder ein Transportwagen aus einem ausgedienten Rollator.

18 Teams haben mitgemacht, gemischt aus den verschiedensten Klassen. Sie sind sich einig: Sie haben etwas gelernt und es hat Spaß gemacht!

Heute stellen die Heriburgschüler ihre Projekte vor: Um 10.30 Uhr startet ein „regionales Frühstück“, ab 11 Uhr sind zur Präsentation der Ergebnisse alle Interessierten eingeladen.

Google-Anzeigen

Wie bewerten Sie diesen Artikel?

Vielen Dank für Ihre Bewertung.

Nur eine Abstimmung möglich!

Ihre Bewertung wurde geändert.

  • Derzeit 0 von 5 Sternen.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Bewertung: 0/5

1 Stern = überhaupt nicht gut; 5 Sterne = hervorragend

Artikel



Facebook Empfehlungen

Anzeige