Fr., 13.07.2012

Ortsjugendring: 120 Kinder spielen Bingo und andere Glücksspiele Regen? Kein Problem für die Ferienspaß-Kinder!

Ortsjugendring: 120 Kinder spielen Bingo und andere Glücksspiele : Regen? Kein Problem für die Ferienspaß-Kinder!

Bei dem jämmerlichen Regenwetter bleiben die OJR-Ferienspaßkinder oft in der Realschule. Foto: Homering

NEUENKIRCHEN. Eigentlich hätte es für die Kinder vom Ferienspaß des Ortsjugendrings (OJR) am Donnerstagabend eine Übernachtung mit Ball- und Wasserspielen im Freibad werden sollen. Doch das Wetter machte ihnen da einen Strich durch die Rechnung.

Von Dominik Stein

Aber kein Grund zur Panik: Das Orga-Team vom Ferienspaß ist bekannt für Spontanität – darum wurden kurzerhand die Luftmatratzen in der Realschule aufgeschlagen und ein spielerischer Abend hergezaubert.

Der Paragraf sechs des Jugendschutzgesetzes wurde dafür kurzerhand außer Kraft gesetzt. Kein Glücksspiel und keine Gewinnausschüttung an Minderjährige? „Nicht mit uns!“, dachten sich die 120 Kinder und gestalteten die Aula der Realschule für einen Abend in ein eigenes Kasino, um und vergnügten sich beim Spielen von Bingo, Roulette und vielen anderen Glücks- und Geschicklichkeitsspielen.

Die Spielbank hatte an diesem Abend wahren Hochbetrieb. Vor ihr standen die erbarmungslosen Glücksspieler in langen Schlangen, um sich ihr Spielgeld abzuholen, das sie sich an einen der vielen Stationen verdient hatten.

„Fünf, drei, sieben, acht…“, hörte man einen der Gruppenleiter durch die Aula rufen. Nein, er hatte keine Mathematikschwäche, sondern war Spielleiter beim Bingo, bei dem die kleinen Zocker stets euphorisch auf ihre karierten Zahlenkästchen starrten. Sobald der Ruf „Bingo!“ ertönte, folgte großer Jubel in den eigenen Reihen: „Auf zur Bank“, lautete die Devise der Kinder.

Doch nicht nur die einzelnen Stationen beschäftigten die Kinder, auch die Betreuer gaben immer wieder kleine Aufgaben an die Kleinen. Da konnte es schon mal passieren, dass der MV-Reporter von Sophie (8) und Marie (8) nahezu genötigt wird, möglichst professionelle Modelfotos von den Kindern zu schießen – und sie anschließend der Spielbank vorzuzeigen. Immerhin gab es dafür einen Haufen Geld – und das zu bekommen, war für die Kinder mit einem Riesenspaß verbunden.

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