Sa., 21.07.2012
Paulin Deupmann (15) nimmt am Austausch des Rotary-Clubs teil Für ein Jahr nach Brasilien
Paulin Deupmann (15) mit der Flagge Brasiliens. Sie wird Ende Juli aus ihrem Heimatort St. Arnold für ein Jahr in Richtung Südamerika verlassen und eine neue Kultur kennenlernen.
NEUENKIRCHEN-ST. ARNOLD. Dass eine 15-jährige Jugendliche das Elternhaus mit gepackten Koffern verlässt, gehört nicht zum Normalfall. Doch für Paulin Deupmann wird dies in dieser Woche Realität: Für ein Jahr wird die Neuntklässlerin des Kopernikus-Gymnasiums Rheine in Brasilien leben.
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Paulin Deupmann hat sich erfolgreich für diesen einjährigen Aufenthalt beworben, die Koffer für die Reise sind schon so gut wie gepackt. Unterstützt und veranstaltet wird das Auslandsjahr vom Rotary-Club Rheine.
„Im Sommer des letzten Jahres habe ist von dem Angebot des Rotary-Clubs erfahren“, erzählt Paulin. Schnell war für sie klar: „Das will ich auch!“ Bald schon hatte sie ihre Bewerbungsunterlagen zusammengestellt – komplett auf Englisch, wohlbemerkt. „Das hat wirklich lange gedauert, alles ins Englische zu übersetzen“, erzählte sie voller Vorfreude auf den Beginn ihrer Reise.
Untergebracht ist Paulin Deupmann über das Jahr verteilt in verschiedenen Gastfamilien im brasilianischen Bundesstaat Santa Catarina, genauer gesagt in der Hauptstadt Florianópolis. Die Gefahr, dass Langeweile aufkommen könnte, sieht sie keinesfalls – für sie ist klar, wie sie ihre Zeit verbringen möchte: „Auf jeden Fall möchte ich so gut wie möglich die portugiesische Sprache lernen und viel von der brasilianischen Kultur sehen“, sagte die Fünfzehnjährige selbstbewusst.
Doch soll es nicht bei dieser einen großen Reise bleiben, sondern es sollen viele weitere folgen. Der Rotary-Club bietet in Brasilien etliche Unternehmungen an – und die möchte Paulin Deupmann wahrnehmen. „Eine zehntägige Amazonas-Reise samt Tauchen mit Delfinen möchte ich mir nicht entgehen lassen“, schwärmt Paulin Deupmann schon jetzt.
Und wenn sie während ihres Aufenthaltes dann doch etwas Freizeit hat, könnte einer der 42 Strände, die ihr zukünftiger Wohnort zu bieten hat, durchaus verlockend sein – zumal sie ohnehin vor hat möglichst viele Wassersportarten kennenzulernen.
Paulin Deupmanns Reise bedeutet keinesfalls, dass im Elternhaus von Monika und Stephan Deupmann ein Zimmer frei wird. „Wir bekommen im Austausch Gäste aus verschiedenen Ländern, die wir später erst kennenlernen“, sagt Vater Stephan Deupmann. Der erste Gast kommt aus New York und wird für drei Monate bei Familie Deupmann in St. Arnold wohnen.
Für den Fall, dass Paulin Deupmann während ihres Aufenthaltes in Brasilien dann doch Heimweh bekommt, wird sie in der Großstadt Blumenau, die für eines der größten Oktoberfeste weltweit bekannt ist, wenigstens ein Stückchen Heimat finden: „Da habe ich dann auch etwas europäische Kultur“, sagt sie mit einem leichten Grinsen.
