Mi., 11.07.2012

RWE verlegt Offlumer Verteilnetz in die Erde Neue Stromkabel für neue Energie

RWE verlegt Offlumer Verteilnetz in die Erde : Neue Stromkabel für neue Energie

In Höhe des Hofes Linnemann, Offlum 73, ist eine neue Ortsnetzstation entstanden; Überlandleitung, Mast und alter Trafo (hinten) werden verschwinden. Die Neuerungen erläuterten (v. l.) Dirk Steenblock, Franz Möllering (Bürgermeister), Franz-Josef Reinke und Christian Banken von den RWE. Foto:

NEUENKIRCHEN. Früher kam der Strom aus der Steckdose. Heute muss eine Stromleitung mehr leisten, als bloß abzugeben: Sie muss auch Strom aufnehmen können – eingespeist von privaten Fotovoltaikanlagen, Bioenergiekraftwerken und Winkraftanlagen. Da die alten Leitungen in Offlum dafür nicht mehr ausreichen, baut die RWE das Verteilnetz aus. Die Überlandleitungen am Himmel verschwinden, ein dickes, stärkeres Stromkabel wird derzeit in den Offlumer Ackerboden gegraben.

Von Jörg Homering

Eine halbe Million Euro investiert die „Westfalen-Weser-Ems Verteilnetz GmbH“ (Recklinghauasen) in rund vier Kilometer neue 10000-Volt-Stromkabel. Außerdem entsteht in Höhe des Bauernhofes Linnemann in Offlum eine neue Ortsnetzstation, die den Strom in Ringleitungen verteilt –besser und sicherer als in den alten Stichleitungen.

„Wir machen das Stromnetz fit für die Energiewende“, sagte Franz-Josef Reinke von den RWE am Dienstag an der Baustelle. Mit der neuen Stromleitung steht eine höhere Leistungskapazität zur Aufnahme von regenerativer Energie zur Verfügung. „Es kam in der Vergangenheit zu Engpässen, weil die Leitungen nicht ausreichten“, ergänzte RWE-Teamleiter Dirk Steenblock. Eingespeist wird immer dann, wenn die lokal erzeugte Energie den Energiefluss der verbrauchten übersteigt – etwa bei dem frischen Wind und Sonnenschein am Dienstag auf dem Berge.

In Offlum gibt es einige größere Einspeiser – etwa die 600-kW-Windanlage auf dem Hof Puppe oder die 300-kW-Fotovoltaikanlage auf dem Hof Linnemann. Und es werden mehr: „Wir gehen davon aus, dass der Trend zu Einspeiseanlagen in den nächsten Jahren anhalten wird“, sagte Steenblock. Im Bereich des RWE-Regionalzentrums Ems-Vechte speisen derzeit rund private 7500 Anlagen in die Netze ein.

Die Bauarbeiten zwischen Hof Puppe, dem Bergweg und Hof Linnemann sollen bis September abgeschlossen sein. Nach Fertigstellung der unterirdischen Leitungen können die bestehenden Freileitungen „Am Berge“ und „Offlum“ demontiert werden. Auch die alten Trafos an den Strommasten verschwinden. „Zur Stromabschaltung wegen der Arbeiten kommt es nicht“, sagte Christian Banken von der RWE. „Es wird weniger Schwankungen geben, die Versorgung ist sicherer“, sagte Reinke. Gleichzeitig wird mit dem Kabel ein Leerrohr für DSL oder Lichtwellenleiterkabel verlegt.

Ein Video zum Thema finden Sie auf herein.tv.

Google-Anzeigen

Wie bewerten Sie diesen Artikel?

Vielen Dank für Ihre Bewertung.

Nur eine Abstimmung möglich!

Ihre Bewertung wurde geändert.

  • Derzeit 5 von 5 Sternen.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Bewertung: 5/5

1 Stern = überhaupt nicht gut; 5 Sterne = hervorragend

Artikel



Facebook Empfehlungen

Anzeige