Di., 24.07.2012

Schläge und Tritte am Offlumer See Randalierer entkommt dem Gefängnis nur knapp

Schläge und Tritte am Offlumer See : Randalierer entkommt dem Gefängnis nur knapp

NEUENKIRCHEN/RHEINE. Schläge, Tritte und Randale an einem heißen Frühlingstag Ende Mai 2011 am Offlumer See wurden am Dienstag am Amtsgericht Rheine verhandelt. Dem Randalierer drohte der Einzug „in den Knast“, so der Richter, denn er stand bei der Tat unter Bewährung. Es blieb aber bei einer erneuten Bewährungsstrafe.

Von Monika Koch

Weil ein 26-jähriger Auszubildender aus Neuenkirchen sich bei seinem lautstarken Streit mit seiner Freundin von anderen ausgelacht und provoziert fühlte, rastete er völlig aus, lief auf die „grinsenden Zuschauer“ zu, schlug einem ins Gesicht, trat dem Nächsten in den Magen und schließlich einer jungen Frau in den Unterleib. Sie wurde mit einem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht.

Seiner Reue und Einsicht, den „Zeugenaussagen im Weichspülgang“ (Zitat des Richters), seinem Teilgeständnis, seiner Ausbildung und einer festen Beziehung hat er es zu verdanken, dass er ein allerletztes Mal mit acht Monaten auf Bewährung davonkam. Die Vertreterin der Anklage hatte acht Monate ohne Bewährung beantragt. Hinzu kam eine Geldstrafe von 600 Euro, weil er am 4. Juni 2012 auf dem Westfalenring mit einer Mofa ohne Pflichtversicherung unterwegs war.

Nach dem Urteilsspruch kamen dem Angeklagten Erleichterungstränen. Sein Anwalt hatte ihm seine prekäre Situation mit dem möglichen Einzug ins Gefängnis wohl zuvor deutlich vor Augen geführt, wie er in seinem Plädoyer sagte. Zur Auflage machte das Gericht ihm eine ambulante Alkoholtherapie und die monatliche Abzahlung der Geldstrafe in Höhe von 50 Euro.

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