Mo., 06.08.2012
Beim Aktionsnachmittag am Sonntag im Heimathaus gab es Kunst zum Schnäppchenpreis Viele Aquarelle fanden sofort ihre Käufer
Keine Profis, nur wunderschöne Freizeitbeschäftigung, die sich sehen lassen kann: Marianne Schophuis, Agnes Savoulidis und Elke Bauer (v. l.) malen mit Herzblut.
Neuenkirchen – Das Heimathaus war am Sonntag bunt. An jedem freien Platz lag oder stand ein farbiges Aquarell, das es für kleines Geld auch zu kaufen galt. „Alles Bilder, die die Teilnehmer des Volkshochschul-Kurses während des Unterrichts geschaffen haben“, sagt Kursleiterin Brigitte Ernsting. Gemeint ist der Kurs „Aquarell-Malen“ des VHS-Zweckverbands Ochtrup-Neuenkirchen-Wettringen-Metelen.
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Fast nicht zu glauben ob der Professionalität der Bilder. Die ersten fanden bereits gleich nach Öffnung um 14 Uhr ihre neuen Besitzer. „Ich male mein Motiv nicht genau ab“, weiß Agnes Savoulidis. „Ich bekomme meine Inspiration von der Natur, am See, am Strand, aus Büchern. Der Rest ist künstlerische Phantasie“. Ihre Kolleginnen Marianne Schophuis und Elke Bauer nicken zustimmend, sie machen es genauso. „Die meisten Bilder entstehen im Kurs, sie werden manchmal daheim zu Ende gemalt. Einige male ich auch ganz zu Hause. Für mich zur Entspannung“, sagt Savoulidis.
Jetzt sei es an der Zeit, die Werke einmal zu Flohmarktpreisen anzubieten, sagt Brigitte Ernsting. Ab fünf Euro gab es bereits welche, die hochwertigen mit einem teuren Rahmen kosteten auch mal 70 Euro. „Verdienen wollen wir daran nicht groß, uns ist wichtig, auf das Aquarellmalen aufmerksam und unsere Bilder bekannt zu machen“, so Ernsting. Zweimal im Jahr gibt sie in der Ludgerischule Unterricht an acht Abenden mit je drei Stunden. Ihr Herbstkurs nach den Sommerferien ist schon wieder ausgebucht.
Wie ist sie selber zum Aquarell-Malen gekommen? Schon im ersten Schuljahr habe ihr Leber ihr Talent erkannt. „Viel später, bei einem schönen Motiv in der Lüneburger Heide, hat mich mein Mann inspiriert: Wenn man das malen könnte!“. Sie trat dem Kunstkreis Neuenkirchen bei, begann mit der Aquarellmalerei. Und sie gibt das Fieber nun an ihre Schüler weiter. „Der heutige Tag ist erst der Anfang“, sind sich die Künstler einig.
