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Di., 01.06.2010

Rheine Das Stadtbild geprägt

Vier Generationen Twieling: Hermann Twieling (r.) und sein Sohn Kay Hermann zeigen die Fotos ihrer Eltern, Groß- bzw. Urgroßeltern. (Foto: Rapreger)

Rheine. Wenn Hermann Twieling durch die Straßen Rheines geht, sieht der Bauunternehmer sie überall: Gebäude, die er oder seine Vorfahren gebaut haben. Das Bauunternehmen Twieling, das am 1. Juni sein 100-jähriges Firmenjubiläum feiert, hat das Stadtbild zu einem beträchtlichen Teil mitgeprägt. Nicht ohne Stolz verweist Seniorchef Hermann Twieling auf markante Gebäude wie die Diesterwegschule, das erste Hochhaus Rheines am Tirolerweg, die Volksschule Mesum, die Kaserne Gellendorf, das Citykino oder die Allianz-Siedlung in Dutum. „Bis auf wenige Ausnahmen haben wir alle Hochhäuser in Rheine gebaut“, sagt der Seniorchef, der die Firma seit 1969 geleitet hat. Inzwischen ist sein Sohn Kay Hermann als vierte Generation in das Familienunternehmen eingetreten.

Am 1. Juni 1910 gründete Hermann Twieling, der Urgroßvater des heutigen Geschäftsführers Kay Hermann Twieling, das Unternehmen. Erst war es an der Ludwig-straße, später an der Dreierwalder Straße und heute an der Bayernstraße beheimatet. Von dort werden Bauvorhaben nicht nur in Rheine, sondern längst über dieGrenzen der Emsstadt hinweg geplant und gesteuert.

Seniorchef Hermann Twieling hat sich mittlerweile fast vollständig aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen und die Leitung an seinen Sohn übergeben. „Ich kann gut loslassen, jetzt ist auch die junge Generation mal am Zug“, sagt Twieling. Seit über 40 Jahren war er in dem Familienunternehmen tätig, übernahm nach dem Tod des Vaters schon früh Verantwortung. In diesen vier Jahrzehnten habe sich in der Branche viel geändert. „Die Boomzeiten sind vorbei, der Termindruck hat gewaltig zugenommen“, meint Twieling sen. So habe sich das Berufsbild des Bauunternehmers angesicht neuer Herausforderungen stark gewandelt. „Man ist heute mehr Manager als Bauarbeiter“, sagt er. Und dieser Prozess werde sich in Zukunft noch verstärken. „Das Baugeschäft wird sich weiter spezialisieren“, ist Twieling überzeugt. Früher habe seine Firma „alles gemacht“, heute neben dem Rohbau hat sich das Unternehmen vor allem auf die Funktion als Generalunternehmer fokussiert. Dabei hat sich das Unternehmen vorwiegend auf Gewerbebauten spezialisiert, nur noch vereinzelt werden Privathäuser gebaut. Um auf die Veränderungen im Bausektor reagieren zu können, müsse man fachlich immer besser ausgebildete Mitarbeiter rekrutieren. „Nur so kann man überleben.“

Nicht nur die Arbeitsweise, auch die sonstigen Gepflogenheiten auf dem Bau hätten sich verändert - vor allem, was den Alkoholkonsum angeht. „Ich bin froh, dass es heute ein konsequentes Alkoholverbot gibt“, sagt Twieling. Die Unfallgefahr sei schließlich gerade auf Baustellen nicht zu unterschätzen.

Das Feiern hat die Firma Twieling dennoch nicht verlernt. Noch in guter Erinnerung sind vielen die legendären Betriebsfeste. Da wurde die Firma für mehrere Tag geschlossen und die Belegschaft reiste in ferne Länder: Mexiko, Thailand, China - um nur einige zu nennen. „Wir haben hier ein sehr gutes Betriebsklima“, betont Twieling.

Gefeiert wird auch das 100-jährige Jubiläum. Allerdings nicht heute, sondern im August, wenn Juniorchef Kay-Hermann Twieling seinen runden Geburtstag feiert.

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