Di., 19.06.2012

„Führerschein gegen Stadtbus-Karte“: Die Verkehrsgesellschaft der Stadt entscheidet jetzt Politik unterstützt Verwaltungsvorschlag

„Führerschein gegen Stadtbus-Karte“: Die Verkehrsgesellschaft der Stadt entscheidet jetzt : Politik unterstützt Verwaltungsvorschlag

Wenn die Verkehrsgesellschaft jetzt noch zustimmt, können Senioren bei Abgabe des Führerscheins eine Jahreskarte für den Stadtbus erhalten. Foto:

Rheine - „Grünes Licht“ für die Aktion „Führerschein gegen Jahreskarte für den Stadtbus“: Bei zwei Gegenstimmen hat der Sozialausschuss gestern Abend beschlossen, dass die Verkehrsgesellschaft der Stadt Rheine künftig Senioren eine kostenlose Jahreskarte für den Stadtbus aushändigen, wenn diese im Gegenzug ihren Führerschein abgeben. Sozialdezernent Axel Linke hatte bei der Vorstellung des Themas darauf hingewiesen, dass in Lingen derzeit 14 Bürger von dem Angebot Gebrauch machen.

Von Reiner Wellmann

Allerdings wurde der Antrag im Sozialausschuss noch einmal sehr lebhaft diskutiert. Zum einen ging es um die Altersgrenze 80 Jahre, die die Stadtverwaltung aus Lingen übernommen und vorgeschlagen hatte. „Die Zahl 80 muss da raus“, forderte Horst Erle in seiner Funktion als Vorsitzender des Seniorenbeirates. Dort sei das Thema intensiv diskutiert worden und man habe sich vor allem an der Zahl 80 gestört. „Es gibt 85-Jährige, die sind fit wie 65-Jährige und es gibt 70-Jährige, da ist es genau andersherum“, sagte Erle.

„Das Thema hat sicher eine gewisse Brisanz. Niemand, der seinen Führerschein abgibt, darf diskreditiert werden“, forderte Paul Jansen (CDU).

Die finanzielle Dimension sprach Alfred Holtel (FDP) an. Zwar werde sich die Aktion finanziell nicht auf den Haushalt der Stadt Rheine auswirken. Aber das Defizit bei der Verkehrsgesellschaft der Stadt Rheine werde erneut erhöht. Daher stimmte die FDP gegen den Verwaltungsvorschlag.

Ein Thema sprach Horst Erle ebenfalls an: „Es gibt kein Zurück. Wer seinen Führerschein einmal abgegeben hat, der ist ihn endgültig los“.

Eine Altersgrenze hat der Sozialausschuss gestern Abend ausdrücklich nicht beschlossen.

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