Do., 14.06.2012

Projekt „Bistand“ gegen Cybermobbing Schalke-Keeper macht als Schirmherr mit

Projekt „Bistand“ gegen Cybermobbing : Schalke-Keeper macht als Schirmherr mit

Die Projektpartner bei „Bistand“ gegen Cybermobbing: (v. l.) Joachim Jüngst (AK Jugendschutz), Claudia Kaup (SIR), Lars Unnerstall (Schirmherr), Guido Wilke (Kreispolizei), Bürgermeisterin Angelika Kordfelder, Andre Weiß (Kreispolizei) und Hans-Jörg Buschkühle (Stadtsparkasse). Foto: Nienhaus

Rheine. Zuviel verraten über ihr Projekt „Bistand“ wollten die Organisatoren des Arbeitskreises „Jugendschutz und Sucht“ noch nicht. Was sich die Gruppe innerhalb des Gremiums „Sicherheit in Rheine“ (SIR) konkret gegen das Phänomen des „Cybermobbings“, eine der negativen Begleiterscheinungen des Internets, konkret an Gegenmaßnahmen überlegt hat, will sie bei einer Informationsveranstaltung am kommenden Mittwoch, 20. Juni, um 19 Uhr in der Ignatz-Bubis-Aula im Josef-Winckler-Zentrum einem interessierten Publikum präsentieren.

Von Paul Nienhaus

Aber einen Schirmherrn für das Projekt präsentierte Bürgermeisterin Angelika Kordfelder bereits am Donnerstag bei einem Pressegespräch: Torwart Lars Unnerstall von ihrem erklärten Lieblingsverein FC Schalke 04. Der bekannte gleich zu Beginn, dass auch er schon seine negativen Erfahrungen im Internet gemacht hat. „Als Sportler bekommt man ja nicht immer nur nette Nachrichten übermittelt“, meinte der gebürtige Ibbenbürener, der sich in der vergangenen Saison zur Nummer eins im Tor der Königsblauen entwickelt hat. Ihn erschrecke allerdings das Ausmaß, wie sehr Kinder in sozialen Netzwerken gemobbt würden. „Wie ich hörte, hat es ja auch im Kreis Steinfurt schon Todesfälle gegeben“, sagte Unnerstall.

Das bestätigte auch Guido Wilke, der bei der Kreispolizeibehörde für die Kriminalprävention und den Opferschutz zuständig ist. „Die Notfallseelsorger des Kreises haben uns von einigen Fällen berichtet, wo sie Todesnachrichten nach Suiziden überbringen muss, bei denen man Cybermobbing als Hintergrund vermutet“, sagte er.

Wie sehr das Problem vor allem mit den Aufkommen der sozialen Netzwerke, unter denen sich Facebook als das meisten verbreitete durchgesetzt hat, auf den Nägeln brennt, zeigt auch der Blick auf die Statistik. Laut Umfragen sind bereits ein Fünftel aller Jugendlichen in Deutschland Zielscheibe absichtlicher Beleidigungen, Bedrohungen, Belästigungen oder Ausgrenzungen im Internet geworden.

„Insofern haben sich die Anfragen von Schulen gehäuft, so dass sich der Arbeitskreis Jugendschutz jetzt überlegt hat, das Projekt Bistand ins Leben zu rufen“, sagte Claudia Kaup vom Gremium Sicherheit in Rheine. Der Begriff „Bistand“ stammt aus der plattdeutschen Sprache und bedeutet in etwa Beistand, Helfer oder Schützer.

Für die Veranstaltungen am nächsten Mittwoch um 19 Uhr in der Bubis-Aula sind noch Restplätze vorhanden. Interessierte können sich im Sicherheitsbüro Safe&Co. am Marktplatz telefonisch anmelden, 05971/9384278.

Google-Anzeigen

Mehr zum Thema

Wie bewerten Sie diesen Artikel?

Vielen Dank für Ihre Bewertung.

Nur eine Abstimmung möglich!

Ihre Bewertung wurde geändert.

  • Derzeit 0 von 5 Sternen.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Bewertung: 0/5

1 Stern = überhaupt nicht gut; 5 Sterne = hervorragend

Artikel



Facebook Empfehlungen

Anzeige