Mi., 27.06.2012
Verfasser eines anonymen Briefes fordern Fußstreifen in dem Quartier Thie-Bewohner ärgern sich über zunehmenden Dreck
Über solche und andere Hinterlassenschaften ärgern sich die Thie-Bewohner offenbar zunehmend.
Rheine - Auf dem Thie rumort es. Einige Anwohner haben sich angesichts zunehmender Verunreinigungen in dem Quartier in einem anonymen Brief an die Stadtverwaltung gewandt. Dieser liegt unser Redaktion vor. Der Thie sei am Wochenende zunehmend von „Lachen von Erbrochenem und Urin“ verdreckt. Die Stadt reinige seit Monaten überhaupt nicht mehr gründlich. Den Wohnungsmietern, Vermietern und Ladenpächtern sei es nicht zuzumuten, „ständig menschlichen Unrat wie Urin, Fäkalien, Erbrochenes wegzuschrubben.“ Vielmehr sei die Stadt in der Pflicht. Dabei spielt es nach Ansicht der Verfasser des Briefes auch eine Rolle, dass die Straßenlampen ausgeschaltet werden.
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Die Verfasser des Briefes fordern regelmäßige Fußstreifen oder sogar „einen ständigen Aufpasser am Wochenende“. Die Polizei zu rufen, bringe nichts. Diese tauche selbst bei brutalsten Schlägereien frühestens nach einer halben Stunde mit einem Streifenwagen auf. „Anwohner fühlen sich in ihrer Wohnqualität stark eingeschränkt, Geschäftsinhaber müssen wegen des ekelerregenden Anblicks mit dem Verlust von Kunden rechnen“, heißt es in dem Brief, den „Wir Bürgerinnen und Bürger Ihrer Stadt“ unterzeichnet haben.
Die Stadt bestätigte auf Anfrage unserer Zeitung, dass ein solcher Brief eingegangen sei. „Wir nehmen das zur Kenntnis, aber wir reagieren nicht auf anonyme Zuschriften“, sagte Stadtsprecherin Wiebke Gehrke. Trotzdem habe die Stadt die Verkehrsgesellschaft benachrichtigt, um mögliche Verunreinigungen im Bereich der Thie-Tiefgarage zu beseitigen. Ferner suche der Fachbereich Recht und Ordnung das Gespräch mit ansässigen Gastronomen, um die Lärmproblematik am Wochenende zu erörtern. Auch die Polizei sei eingeschaltet worden. Eine Häufung von Anzeigen in dem Bereich, wie von den anonymen Briefschreibern behauptet, gebe es indes nicht.
Neben den anonymen Briefeschreibern hat sich auch ein weiterer Bürger der Sache angenommen: Der ehemalige SPD-Vorsitzende Frank Hemelt hat offenbar eine ganze Reihe von Eingaben an die Stadt gerichtet. Das aber wollte Gehrke mit Verweis auf den Datenschutz nicht kommentieren.
