Fr., 03.08.2012
Außerordentliche Mitgliederversammlung wählte am Donnerstag neuen Aufsichtsrat Wohnungsverein navigiert wieder in ruhigen Gewässern
Der neu gewählte Aufsichtsrat des Wohnungsvereins Rheine: v.l. Stefan Koscyk, Norbert Brinck, Britta Niehues, Fredi Menke, Gaby Wideman und Ursula van Dyck.
Rheine - Der Wohnungsverein Rheine hat einen neuen Aufsichtsrat: In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am Donnerstagabend im „Hof Wohnungsverein“ am Bredeweg in Wadelheim wurden Stefan Koscyk, Norbert Brinck, Britta Niehues, Fredi Menke, Gaby Wideman und Ursula van Dyck in den Aufsichtsrat berufen. Die Neuwahl war notwendig geworden, weil der alte Aufsichtsrat nach „unüberbrückbaren Meinungsverschiedenheiten mit dem geschäftsführenden Vorstandsmitglied Reinhard Marx“ zurückgetreten war. Vorstandsvorsitzender Marx äußerte sich zufrieden mit Verlauf und Ergebnis der Mitgliederversammlung, auch wenn das endgültige Ergebnis erst nach einem zweiten Wahlgang feststand. Drei Kandidaten hatten im ersten Wahlgang nicht die notwendige Stimmenmehrheit von 50 Prozent erreicht. Im zweiten Wahlgang reichte eine einfache Mehrheit.
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Zu Beginn der Sitzung kursierte eine Erklärung des zurückgetretenen Aufsichtsrates, in der die Gründe für den Rücktritt und die Meinungsverschiedenheiten mit dem Vorstandsvorsitzenden Reinhard Marx begründet werden. Sie durfte jedoch auf Grund einer einstweiligen Verfügung nicht verlesen werden.
Das Verhältnis zwischen Vorstand und Aufsichtsrat war seit mehreren Monaten gestört. Die Differenzen eskalierten in einer Mitgliederversammlung am 14. Jun: In einer mit rund 200 stimmberechtigten Personen außergewöhnlich gut besuchten Versammlung im Hof „Wohnungsverein“ hatten die Genossenschaftler mit Fredi Menke und Norbert Brinck ihre Kandidaten mit deutlicher Mehrheit durchgesetzt. Die vom amtierenden Aufsichtsrat vorgeschlagenen Kandidanten Karl-Heinz Patalla und Manfred Richter waren chancenlos.
Ende Juni ging der „Mieteraufstand“ beim WohnungsVerein weiter: Ein Aktionsbündnis der Genossenschaftler wurde gegründet, um den alten Aufsichtsrat aus dem Amt zu fegen. Wohl um der drohenden Abwahl zuvorzukommen, hatten die bisherigen Aufsichtsratsmitglieder Manfred Kühs (Vorsitzender), Ernst Kraken, Robert Höfker und Christel Plagemann ihre Ämter mit sofortiger Wirkung niedergelegt.
Im wesentlichen sind es zwei Knackpunkte, die zu den Differenzen zwischen dem alten Aufsichtsrat und dem Vorstandsvorsitzenden Reinhard Marx geführt hatten: Zum einen der mit 2,3 Millionen Euro sanierte und modernisierte „Hof Wohnungsverein“ in Wadelheim, für den der Aufsichtsrat noch immer ein stimmiges und kostentragendes Konzept vermisst. Zum anderen der Servicebetrieb des Wohnungsvereins, der nach Ansicht des alten Aufsichtsrates mit seinen 55 Mitarbeitern zu üppig dimensioniert ist.
<i>Den vollständigen Bericht über die Mitgliederversammlung des Wohnungsvereins Rheine am Donnerstag sowie die Erklärung des abgetretenen Aufsichtsrates lesen Sie in der Freitagsausgabe der Münsterländischen Volkszeitung.<i>
