Do., 28.06.2012
Bernhard Lastering und Hubertus Hagenhoff fahren mit dem Rad nach Sölden 1025 Kilometer für einen guten Zweck
Bernhard Lastering (2.v.l.) und Hubertus Hagenhoff (2.v.r.) sind startklar für die Radtour ins österreichische Sölden. Michael Brinner (l.) und Teamarzt Michael Niesen (r.) begleiten die beiden mit dem Auto, organisieren Unterkunft und Essen, kümmern sich um ihr Wohlergehen.
Vor 20 Jahren war es eine Bierlaune. 1992 sind Bernhard Lastering und Hubertus Hagenhoff wegen einer Wette schon einmal mit dem Fahrrad bis ins österreichische Sölden gefahren, zum Skifahren. Und in diesem Jahr wollen sie die 1025 Kilometer noch einmal fahren.
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Wettringen - Vor 20 Jahren war es eine Bierlaune. 1992 sind Bernhard Lastering und Hubertus Hagenhoff wegen einer Wette, schon einmal mit dem Fahrrad bis ins österreichische Sölden gefahren, zum Skifahren. Und in diesem Jahr wollen sie die 1025 Kilometer noch einmal fahren. „Damals haben wir uns zunächst für 1800 Liter Wetteinsatz auf das Rad gesetzt“, erinnert sich Hubertus Hagenhoff. Zum Schluss sind insgesamt 4000 Liter zusammengekommen. „Wir haben eine große Fete mit allen Sponsoren gefeiert und das restliche Geld an die Kinderkrebshilfe gespendet“, erzählte Bernhard Lastering. 17500 Deutsche Mark konnten damals für den guten Zweck gespendet werden.
Und am 11. Juli 2012 geht es zum zweiten Mal mit dem Fahrrad innerhalb von sieben Tagen nach Sölden – aber dieses Mal von vornherein für den guten Zweck. „Je nach Wetterbericht fahren wir vielleicht auch einen Tag eher los“, sagte Hagenhoff. Während Bernhard Lastering und Hubertus Hagenhoff die Strecke mit dem Fahrrad absolvieren werden, werden Michael Brinner und Michael Niesen mit einem Bulli bis nach Sölden fahren. „Wir organisieren Unterkünfte und Essen“, sagte Brinner. Michael Niesen wird als Teamarzt die beiden Hobbyradler zur Not versorgen. Nicht ohne Grund: „Viel trainieren können wir nicht, dazu fehlt uns die Zeit“, sagte Hagenhoff, der dasselbe Fahrrad wie vor 20 Jahren fährt. Also werden die beiden wie 1992 ohne besondere Vorbereitung die 1025 Kilometer lange Strecke antreten.
Ansonsten werden die beiden allerdings technisch besser ausgestattet sein. „Wir haben dieses Mal ein Fahrradnavi, damit wir uns nicht wie beim letzten Mal verfahren. Und jeder von uns hat ein Handy“, erzählte Lastering.
Vor 20 Jahren hatten die beiden Radler Michael Brinner von einer Telefonzelle aus angerufen, damit er sie zu der Unterkunft führen konnte. Damals wollten die beiden eine Geschwindigkeit von 22 Stundenkilometer nicht unterschreiten. „In diesem Jahr können es vielleicht ein oder zwei Prozent weniger werden“, sagte Bernhard Lastering. In fünfeinhalb Tagen waren die Hobbyradler damals am Ziel und gewannen somit die vielen Liter Freibier, die sich später in Spendengelder verwandelten. Übernachtet wurde im Zelt oder im Bulli. „In diesem Jahr wollen wir uns auch einige Nächte in Pensionen gönnen“, sagte Hagenhoff. Der Komfort soll gesteigert werden. „Eine warme Dusche tut den Muskeln auch gut.“
Die Sponsoren, die auch wieder nach der Rückkehr zu einem Fest eingeladen sind, werden Fotos und genaue Tagesberichte übers Internet erhalten. Von morgens 6 Uhr bis abends um 22 Uhr soll geradelt werden, um das Ziel auch mit 20 Jahre älteren Muskeln zu schaffen. „Am meisten machen wir uns Sorgen um das Wetter. Wenn es regnet, dann kommt man besonders im Gebirge noch langsamer voran“, weiß Hubertus Hagenhoff.
In Sölden werden die vier Reisenden dieses Mal kein Ski fahren. „Aber uns werden Freunde und Familie in Empfang nehmen und wir machen ein paar Tage Urlaub, bis wir wieder mit dem Auto zurückfahren“, blickte Hagenhoff voraus.
