Sa., 09.06.2012
Wettringen Alle meine Entchen
Bei bestem Entenrennenwetter sahen sich viele Gäste und Rennentenbesitzer das ungewöhnliche Spektakel auf der Vechte an.
Michael Brinner heißt der glückliche Gewinner beim „1. Rothenberger Entenrennen“. Sein gelbes Quietscheentchen folgte der Strömung der Vechte am schnellsten und setzte sich vor Benjamin Rehers und Daniel Möllers durch. Im Rennen waren 760 weiteren Konkurrenten.
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„Die Aktion war erstmalig in Wettringen, stößt aber gleich auf äußerst positive Resonanz“, sagte Willi Denker, einer der Mitorganisatoren aus dem Rothenberger Schützenverein. Bereits beim Start um kurz nach 14 Uhr auf der Brücke nahe des Vechtehofs Pröbsting herrschte gute Stimmung. Als dann die 760 gelben Entchen mithilfe eines Frontladers allesamt in die Vechte befördert wurden und es ein lautes „Platsch!“ gab, feuerten die Entenbesitzer ihren quietschgelben Schützling lautstark an.
Jede Ente wurde vorher mit einer Nummer versehen, jeder Starter verfolgte gespannt seine Ente. Sollte sich ein gelber Teilnehmer des Rennens im Gestrüpp am Ufer verfangen, halfen ihm die Helfer des Schützenvereins, die mit einem Boot hinter dem Teilnehmerfeld hinterher paddelten und am Seitenrand mitliefen.
Während die Enten die Strecke der Vechte hinter sich legten, machten sich die vielen Besitzer und Zuschauer auf zur Speckenbrücke, um das spannende Ende auf der Zielgeraden mit zu erleben. Bei gegrillten Würstchen und gekühlten Erfrischungsgetränken in gemütlicher Runde fiel das Warten dann doch nicht ganz so schwer.
Als von der Speckenbrücke aus der Ferne plötzlich die ersten gelben Pünktchen auf der Vechte zu sehen waren, brach erneuter Jubel aus. Anfeuerungsrufe für die gelben Plastik-Enten inklusive.
Letztendlich erkämpfte sich die Ente von Michael Brinner den Tagessieg, wich Gestrüpp und Hindernisse auf der Vechte geschickt aus, ließ sich von der Strömung am besten treiben und spülte somit das Preisgeld von 200 Euro in die Kasse des glücklichen Gewinners. Über 100 Euro freute sich Benjamin Rehers, der vor Daniel Möllers (50 Euro Preisgeld) auf dem zweiten Rang landete.
„Bei unserem Testlauf haben die Enten rund 90 Minuten gebraucht, dieses Mal waren die Enten wohl etwas besser drauf, sodass der Sieger mehr als zehn Minuten gut machte“, lobte Denker die Ente des Siegers etwas ironisch. „Toll, da haben wir wirklich Glück gehabt“, freute sich Michael Brinner, der gemeinsam mit seinem Sohn Jan Mattes eine Quietscheente starten ließ.
Außer den drei Erstplatzierten gewann zudem jede 50. Ente Sachpreise, beispielsweise ein Fünf-Liter-Fässchen Bier, die Ente mit dem Talent die Strecke am Langsamsten zu überwinden, brachte dem Besitzer einen Essengutschein bei der Gaststätte Hagenhoff ein.
Insgesamt wurde das Entenrennen gut angenommen und lockte viele Wettringer bei gutem Wetter vor allem zur Zielgeraden an der Speckenbrücke. „Die Leute haben diese lustige Veranstaltung sehr gut angenommen, sodass es durchaus vorstellbar ist, dass es von diesem Rennen im nächsten Jahr eine Fortsetzung gibt“, sagte Willi Denker.
