Do., 02.08.2012
Pflegehelferin Anni Wissing geht nach 13 Jahren im Marienheim in den Ruhestand Ein bisschen bleibt sie noch da
Anni Wissing (Mitte) geht in den Ruhestand. Die Kollegen des Marienheims verabschiedeten sie.
Wettringen - So ganz kann sie dann doch noch nicht loslassen. Anni Wissing, seit 13 Jahren Mitglied in der Belegschaft des Marienheims Wettringen, dürfte nun eigentlich ihren wohlverdienten Ruhestand genießen und die Füße hochlegen. Aber das will sie gar nicht. „Ich werde hier noch ein paar Stunden in der Woche arbeiten“, sagte Anni Wissing mit einem Lächeln im Gesicht.
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1999 fing Anni Wissing als Hauswirtschaftskraft an. Trotz der Umbaumaßnahmen und Veränderungen ihres Arbeitsplatz blieb Wissing dem Marienheim erhalten.
„Ich übernahm dann die Gruppe Rappelkiste, aber die gibt es heute leider nicht mehr“, bedauert sie. Bei der Betreuung der Gruppe „Rappelkiste“ übernahm Anni Wissing auch andere Arbeitsbereiche und wurde schließlich als Pflegehelferin eingestellt. „Während der ganzen Zeit hier im Marienheim fand ich den Umgang mit den Bewohnern immer am schönsten“, sagte Wissing. „Die Bewohner geben einen immer sehr viel zurück.“
Das letzte Jahr ihres Vollzeitberufs widmete sich Anni Wissing voll und ganz der Freizeitgestaltung der Bewohner des Marienheimes. „Wir haben Ausflüge gemacht, gekocht und gebacken“, erläuterte sie. Von Zeit zur Zeit habe sie auch bei der Arbeitstherapie geholfen und mit angepackt.
Zusätzlich zu ihrer Stelle im Marienheim ist Anni Wissing auch ehrenamtlich als Besucherfrau tätig. Einmal im Monat unternimmt sie für ein paar Stunden etwas mit den Bewohnern des Pflegeheims. „Mal schlage ich was vor, oder die Bewohner haben selbst Ideen, was sie gerne machen möchten“, sagte Anni Wissing. Auch diese ehrenamtliche Tätigkeit wird sie im Ruhestand beibehalten.
„Wir sind froh, dass Anni uns noch ein wenig erhalten bleibt“, sagte Michael Niehues, der Geschäftsführer des Marienheims. „So kann sie auch jungen Vollzeitkräften noch ein wenig unter die Arme greifen.“
Obwohl Anni Wissing dem Marienheim noch erhalten bleibt, verabschiedeten die Kollegen sie am Dienstag schon einmal in den Ruhestand. Auf einem Sessel rollten sie die Rentnerin nach Hause, wo eine gedeckte Kaffeetafel schon auf sie wartete.
