Verfechter einer lebendigen Liturgie


Klemens Richter Foto:
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(-loy-)


Münster/Senden - Vor fünf Jahren ehrten ihn Freunde und wissenschaftliche Wegbegleiter zur Emeritierung mit einer Festschrift. Die Zeit verging wie im Fluge, und heute vollendet Klemens Richter, einer der profiliertesten katholischen Theologen der Universität Münster, in Bösensell sein 70. Lebensjahr. Weiterhin ist er in Diensten einer der Erneuerung und Verlebendigung des Gottesdienstes verpflichteten Liturgiewissenschaft unterwegs, hält Vorträge und den Kontakt zu einem großen Schülerkreis, der sich übrigens zu seinen Ehren am 3. und 4. Juni im Franz-Hitze-Haus in Münster versammelt. Dort gibt es dann eine Akademietagung zu der Fragestellung „Eheschließung - mehr als nur ein rechtlich Ding?“

Klemens Richter, gebürtiger Leipziger, war mehr als zwei Jahrzehnte Direktor des Seminars für Liturgiewissenschaft an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster. Er gilt als engagierter Verfechter der Liturgiereform des 2. Vatikanischen Konzils. In mehr als 1000 Veröffentlichungen hat er an der theologischen und anthropologischen Grundlegung und Erneuerung zentraler liturgischer Vollzüge im kirchlichen Leben mitgewirkt. Richter war auch viele Jahre Präsidiumsmitglied der deutschen Sektion der Friedensbewegung Pax Christi und förderte die Aussöhnung zwischen Polen und Deutschen, die in vorbildlicher Weise Gestalt annahm durch den regelmäßigen Austausch der Theologischen Fakultäten von Oppeln in Schlesien und Münster.


Die Universität Erfurt ehrte Richters wissenschaftlichen Verdienste 2008 mit der Verleihung der theologischen Ehrendoktorwürde.



02 · 05 · 10





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