Münster - „Wo man Geschichten von Befreiung erzählt, geschieht Befreiung“ - dieses Wort des 2010 verstorbenen Alttestamentlers Erich Zenger stand als Leitwort über dem zweiten Geistlichen Abend zur Fastenzeit im Dom. „Sich von allen Selbstverständlichkeiten zu befreien, die den Blick auf das Wesentliche verstellen“, sei angezeigt auf dem „Weg der Vertiefung in der Vorbereitung auf Ostern hin“, darum gehe es, wie Domkapitular Prälat Martin Hülskamp zum Einstieg formulierte.
Einfühlsam präsentierten zwei wortgewaltige Münchner Schauspieler biblische Passagen rund um den Auszug der Israeliten aus der Versklavung in Ägypten, die mit moderner geistlicher Literatur, insbesondere Lyrik kontrastiert wurden. Mühelos gelang es Martin Gruber (ZDF ,Die Bergwacht) und Florian Odendahl (ZDF, SoKo 5113), die Aufmerksamkeit der zahlreichen Zuschauer auf hohem Niveau zu halten. Es ging sowohl um die gemeinsamen jüdisch-christlichen Wurzeln wie auch um den „mitgehenden Gott“ und den Lobpreis der „Befreiten“.