Tafel der Demokratie

Bürgernähe statt Pomp

Wer bei der „Tafel der Demokratie“ war, kann verstehen, warum sich Horst Köhler einer wachsenden Beliebtheit erfreut. Der Bundespräsident hat sich im Vorfeld gewünscht, mit normalen, verantwortungsvollen Menschen zusammenzukommen, nicht nur mit Promis der Glitzerwelt. Bürgernähe ist für Köhler nicht nur eine hohle Phrase. Wer sich über Stunden so geduldig den Menschen widmet, dem muss es damit ernst sein.

Köhler steht für den „Ruck“, den Vorgänger Roman Herzog gefordert hat. Bürgersinn, Verantwortung, Integration, Optimismus und Bescheidenheit statt Nörgelei und Stillstand - das war die Botschaft des Abend. Nicht nur durch Reden, sondern durch aktives Zuhören verschafft sich Köhler viel Anerkennung. Er und seine Frau sind zu echten Integrationsfiguren geworden. Pomp und steife Rituale sind ihnen fremd - Herzlichkeit und Wärme nicht.


Claudia Kramer-Santel



05 · 07 · 09





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