Nach der Wahl: Die Region stellt sich auf


Eurowings bereitet offenbar den Abflug vom FMO in Greven vor.
Eurowings bereitet offenbar den Abflug vom FMO in Greven vor.


Münster - Das Münsterland rüstet sich für den schärfer werdenden Wettkampf der Regionen - über Landesgrenzen hinweg. Konkret geht es um den Widerstand gegen die Ausbaupläne des Flughafens im niederländischen Twente, eine bessere Vermarkung im Bereich Tourismus sowie den dringend nötigen Ausbau zentraler Verkehrsachsen.

Beim ersten Treffen nach der Kommunalwahl, bei dem sich auf Einladung unserer Zeitung der neu gewählte Oberbürgermeister von Münster, Markus Lewe, der neue Landrat von Borken, Kai Zwicker, der Landrat von Warendorf, Olaf Gericke, sowie die in ihren Ämtern bestätigten Landräte von Steinfurt, Thomas Kubendorff, und Coesfeld, Konrad Püning, in Münster trafen, verabredeten die CDU-Politiker einen „selbstbewussteren“ Einsatz für die Region.


„Wenn wir den Flughafen in Twente nicht verhindern, wird der Standort Münsterland großen Schaden nehmen. Das wird eine Schlacht geben“, forderte Steinfurts Landrat Kubendorff eine gezielte Abwehrstrategie im Interesse des FMO in Greven. Warendorfs Landrat Gericke mahnte eine möglichst große politische Geschlossenheit in Bezug auf den geplanten Ausbau des FMO an. „Wir werden von den Gerichten und den Niederländern genau beobachtet. Wir dürfen nicht wackeln.“

Im Zusammenhang mit dem Ausbau der Bundesstraßen 64 und 54 forderte der neu gewählte Oberbürgermeister von Münster, Markus Lewe, schnelles Handeln. „Wir müssen in der Region endlich die Verkehrsverbindung zwischen West und Ost über Münster verbessern. Sonst kommt es zu einem beispiellosen Verkehrschaos.“

Ein gemeinsames Auftreten nach außen - für die kommenden sechs Jahre das große politische Thema in der Region. „Wir sollten auch gegenüber der Landesregierung unsere Interessen durchaus selbstbewusster vertreten“, sagte Zwicker, neu gewählter Landrat in Borken. Coesfelds Landrat Püning forderte eine bessere Zusammenarbeit zwischen dem Umland und der Stadt Münster ein. „Da gibt es einiges zu verbessern.“ Eine Anregung, für die sich Münsters neues Stadtoberhaupt offen zeigte. „Nur gemeinsam erreichen wir etwas für die Region.“



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