Entlastung für Heeresflieger


Der neue NH 90 der Bundeswehr soll frühzeitig in Afghanistan eingesetzt werden.Foto:
Der neue NH 90 der Bundeswehr soll frühzeitig in Afghanistan eingesetzt werden.Foto:
(Sven Rapreger)


Rheine - „Die Bundeswehr muss bekommen, was sie zur Erfüllung ihres Auftrags benötigt“, sagt Verteidigungsminister zu Guttenberg. Dazu gehören Hubschrauber für die Truppe in Afghanistan. „Wir prüfen derzeit verschiedene Möglichkeiten, den Einsatz von Hubschraubern an den gestiegenen Bedarf anzupassen“, bestätigte ein Sprecher des Ministers. Offenbar konzentriert sich das Ministerium auf den neuen Hubschrauber NH 90. Der Transport-Helikopter solle mit „bestimmten Fähigkeiten beschleunigt für den Afghanistan-Einsatz“ bereitgestellt werden.

Durch die ständige Präsenz im Auslandseinsatz haben die beiden CH-53-Heeresfliegerregimenter in Rheine und Laupheim - wie berichtet - die Leistungsgrenze erreicht. Die Flotte der für den Auslandseinsatz fähigen CH-53-Hubschrauber soll in 2010 zwar von 20 auf 26 aufgestockt werden. Es werde aber wohl nicht gelingen, in kommenden Jahr den „Personalkörper“ anzupassen, heißt es im Ministeri­um. Verworfen hat das Heer inzwischen die Idee, einen „aufgemotzten“ Hubschrauber-Veteran vom Bell UH-1D an den Hindukusch zu schicken. Zwischenzeitlich, so der Sprecher weiter, unterstützten die USA die Bundeswehr.


Wie das Lufttransportkommando in Münster mitteilte, erhält die Luftwaffe den NH 90 zwar Anfang des kommenden Jahres. Dass er kurzfristig für den Afghanistan-Einsatz bereitsteht, wird von Insidern jedoch bezweifelt. „Bisher sind alle neuen Maschinen zwei Jahre lang im Inland getestet worden, damit sämtliche Kinderkrankheiten ausgemerzt werden können“, hieß es.



27 · 11 · 09





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