Immer mehr Haushalte haben Schulden: Diakonie schlägt Alarm


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(dpa)


Münster - Das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche von Westfalen sieht die Auswirkungen der Finanzkrise auf sich zurollen. Schon jetzt seien die Schuldnerberatungen komplett überlaufen, Ehe-, Familien- und Lebensberatung hätten lange Wartelisten. Bald könne nicht mal mehr dieses Angebot aufrechterhalten werden.

„Wir haben zwei ge­gen­läufige Entwicklung: Zum einen werden die Kommunen ihre Zuschüsse einsparen, gleichzeitig steigt der Bedarf an sozialen Leistungen drastisch an“, betonte Günther Barenhoff, Vorstand des Diakonischen Werks West­falen, gestern in Münster. Obschon die Lage im Münsterland nicht ganz so schlecht sei wie etwa in Dortmund, rechne man auch hierzulande mit ei­ner Verschärfung der Situation. „Besonders 2011 wird ein schwieriges Jahr“, so Barenhoff.


Bislang werden die Leistungen im Drogen- und Suchtbereich etwa zu 20 Prozent vom Land, zu 20 Prozent aus Eigenmitteln und zu 60 Prozent aus kommunalen Geldern bestritten. Die Leistungen der Kommunen sind freiwillig, „es existiert kein Rechtsanspruch darauf“, sagte Ralph Seiler, Leiter des Bereichs Soziales bei der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe. Ob Angebote künftig eingeschränkt oder ganz gestrichen werden, hänge von der Potenz der einzelnen Träger ab. „Wir empfehlen ihnen, Fusionen zu bilden, um ihren Stand zu stärken.“

VON JULIA GOTTSCHICK, MÜNSTER


14 · 12 · 09





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