Münster - Das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche von Westfalen sieht die Auswirkungen der Finanzkrise auf sich zurollen. Schon jetzt seien die Schuldnerberatungen komplett überlaufen, Ehe-, Familien- und Lebensberatung hätten lange Wartelisten. Bald könne nicht mal mehr dieses Angebot aufrechterhalten werden.
„Wir haben zwei gegenläufige Entwicklung: Zum einen werden die Kommunen ihre Zuschüsse einsparen, gleichzeitig steigt der Bedarf an sozialen Leistungen drastisch an“, betonte Günther Barenhoff, Vorstand des Diakonischen Werks Westfalen, gestern in Münster. Obschon die Lage im Münsterland nicht ganz so schlecht sei wie etwa in Dortmund, rechne man auch hierzulande mit einer Verschärfung der Situation. „Besonders 2011 wird ein schwieriges Jahr“, so Barenhoff.