Münster - Lehrermangel allerorten, das ist nicht neu in NRW. Wolfgang Weber, Abteilungsleiter für den Bereich Schule bei der münsterischen Bezirksregierung, kann seit Jahren schon ein Lied davon singen. Seit geraumer Zeit aber hat sich das Problem ein bisschen verlagert und damit verschärft. Derart, dass es nun nicht mehr nur die Indianer trifft, sondern immer häufiger auch die Häuptlinge: „In einigen Regionen sind nicht mehr nur die Lehrer ein rar gewordenes Gut, sondern auch die Schulleiter.“
Um den anscheinend missliebig gewordenen Leiter-Posten in der Lehrerschaft attraktiver zu machen, Vorzüge aufzuzeigen, die Chancen deutlich zu machen und natürlich auch die persönliche Eignung zu überprüfen, hat die Behörde in Münster als erste der fünf Bezirksregierungen im Lande ein Orientierungs- und Qualifizierungsverfahren an den Start gebracht. Die erste Runde lief im August an. Die zweite ist in diesen Tagen beendet worden. „Wir wollen damit Interesse wecken und zudem diejenigen, die Schulleiter werden wollen, ernsthaft auf diese Tätigkeit vorbereiten“, sagt Weber.