Drei Fragen an Strahlenschützer Florian Emrich

Wie ist der Zustand der Asse?

Florian Emrich, Bundesamt für Strahlenschutz: Wir haben die Verantwortung für die Asse erst seit 2009. Das Bergwerk ist durchlöchert wie ein Schweizer Käse. Wasser sickert ein. Niemand kann sicher sagen, wie lange das Bergwerk noch standsicher ist. Wir haben deshalb verschiedene Optionen geprüft. Ergebnis ist, dass die Rückholung der Abfälle die beste Option ist. Zunächst wird in einer Pilotphase der Zustand der eingelagerten Abfälle überprüft.



Wird Müll aus der Asse nach Ahaus kommen?

Emrich: Dafür gibt es keine Pläne. Sie sollen vor Ort behandelt und später in ein Endlager gebracht werden.

Nennen Sie mir drei Gründe, warum Konrad sicherer als Asse ist.

Emrich: Eine 400 Meter dicke Tonschicht riegelt Konrad gegen Wasser ab. Es wird nicht in einem alten, instabilen Bergwerk, sondern in dafür neu zu bauenden Kammern eingelagert; das Problem der Standsicherheit stellt sich also nicht. Konrad ist das erste nach strengem Atomrecht genehmigte Endlager. Es ist deshalb auf langfristige Sicherheit und Eignung geprüft worden, bevor der erste Müll eingelagert wird.





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