Von Duisburg nach Ahaus


Der schwachradioaktive Müll wird gepresst, um Platz zu sparen. Ein Mitarbeiter misst die Strahlung. Foto:
Der schwachradioaktive Müll wird gepresst, um Platz zu sparen. Ein Mitarbeiter misst die Strahlung. Foto:
(GNS)


Duisburg - Außen Backstein des Jahres 1913, innen moderne Technik. Die Betriebsstätte der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) in Duisburg ist unscheinbar, und doch ist sie in den Fokus von Atomkraftgegnern aus dem Münsterland gerückt. Hier wird ein Teil der schwachradioaktiven Abfälle aus dem Betrieb und Abbau von Atommeilern für das Zwischenlagern in Ahaus vorbereitet.

Container mit Schrott, rechts Körbe voller Plastiktüten: Overalls, Handschuhe, Lappen. Mitten in der 15 Meter hohen Halle steht eine zweite Halle - ein „Caisson“. Drinnen herrschen zehn Pascal Unterdruck, damit kein Staub heraus kann. Denn: Was wie normaler Schrott und Müll aussieht, stammt aus Kernkraftwerken.


Sortieren, Dekontaminieren, Wiederverwerten und den Rest zusammenpressen, um Endlager-Platz zu sparen - das ist hier die Devise. So werden Kabel zerlegt, das unbelastete Kupfer verkauft, die verstrahlte Hülle entsorgt.

26 Fässer Atommüll kommen in einen Konrad-Container, er ist abgestimmt auf das Endlager. Mit Beton ausgegossen, könnte er nach der Zeit im Zwischenlager Ahaus ohne erneutes Umpacken ins Endlager Schacht Konrad gebracht werden. Wann der erste Transport nach Ahaus abgeht, ist noch unklar.

VON MARTIN ELLERICH, MÜNSTER


08 · 03 · 10



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