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Sexueller Missbrauch auf der Loburg: Weitere Ex-Schüler klagen an


Die Loburg in Ostbevern.
Die Loburg in Ostbevern.
(Foto: Jürgen Peperhowe)


Ostbevern - Wer war der ominöse „Bruder Wolfgang“, der von November 1966 bis zu den Sommerferien 1968 zumindest einen Schüler des Internats im Ostbeverner Schloss Loburg sexuell missbraucht haben soll? Während diese Frage nicht nur den heutigen Präses Günter Witthake beschäftigt, sondern auch den Leiter der Canisianer-Brüdergemeinschaft in Münster, Bruder Ludwig Rensing, umtreibt, melden sich weitere angeblich Betroffene zu Wort.

So liegen unserer Zeitung Berichte von zwei ehemaligen Loburg-Schülern vor, die nach ihren Worten sexuell missbraucht worden sind. Darüber hinaus geraten die Canisianer zunehmend in die Kritik, weil Mitglieder ihrer Brüderschaft sowohl Schüler des Ostbeverner Internats als auch des Martini-Stifts in Appelhülsen körperlich über die Maßen gezüchtigt haben sollen.


Wie Bruder Ludwig Rensing berichtet, erinnere sich ein Canisianer daran, dass „Bruder Wolfgang“ seinerzeit in Bocholt beheimatet gewesen sein könne. Der ehemalige Erzieher habe offenbar nach dem Bekanntwerden seiner Verfehlungen in der Loburg an einen anderen Ort versetzt werden sollen. Er habe es jedoch wohl vorgezogen, stattdessen den Orden zu verlassen und unterzutauchen. Loburg-Präses Witthake glaubt, dass sich mit Hilfe alter Akten aus dem Archiv der Canisianer einwandfrei klären lassen müsse, wer „Bruder Wolfgang“ gewesen ist und was aus ihm wurde.

Derweil gibt es auch im münsterischen Vinzenzwerk neue Missbrauch-Vorwürfe. So haben sich inzwischen zehn ehemalige Bewohner des Kinderheims gemeldet. Die Bundesvorsitzende des Vereins ehemaliger Heimkinder hat am Mittwoch in der Debatte um Missbrauch und Misshandlung psychologische Hilfe für die Opfer gefordert. „Die aktuelle Diskussion lässt bei vielen Betroffenen die jahrzehntelang unterdrückte Erinnerung wieder hochkommen“, sagte Monika Tschapek-Güntner in Soest.

VON SIGMAR TEUBER


10 · 03 · 10
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Mal durch die Lupe betrachtet
Warum sollen sexuelle Verbrechen nicht nach 10 Jahren verjähren? Werden doch die großen Steuerhinterzieher auf den DVD´s auch nicht bestraft, wenn sie sich zur Selbstanzeige bringen.

Gleiches „Recht“ für alle doch hier in diesem „Rechtsstaat“!

Die einen werden belohnt, weil sie sich sofort angezeigt haben, und die anderen werden auch belohnt, weil sie auf Grund ihres massenhaften Erscheinungsbildes den Staat und seine Gerichte nicht mit einer Lawine von Verfahren überhäuften und dazu noch Kosten für die Aufenthalte in den Gefängnissen einsparen halfen.
Und überhaupt! Wo kämen wir denn da hin, wenn wir keine kath. Pfarrer mehr hätten, weil sie alle einsäßen. Der arme Pabst würde arbeitslos werden und am Ende als Hartz IV-Bezieher heimkehren müssen.

Wir befinden uns doch hier in einem Rechtsstaat, in dem die nicht so schwierigen und zeitaufwändigen Straftaten sofort behandelt werden, auch wenn eine Selbstanzeige erfolgte.
Das muss man schon verstehen. Man braucht viel weniger Personal und Steuermittel für kleinere „Strafsachen“.

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