Flughäfen und die Aschewolke: Sperrung bis Sonntagmorgen 2 Uhr
Brüssel - Die Lage an den Flughäfen in Europa wird sich nach Vorhersagen der Flugsicherheitsbehörde Eurocontrol auch am Samstag nicht entspannen. Die Aschewolke werde sich über Europa ausbreiten und deutlich größere Teile überdecken als am Freitag, teilten die Luftsicherheitsexperten in Brüssel mit.
„Eine Entspannung ist nicht in Sicht“, sagte der Chef der Luftraumüberwachung bei Eurocontrol, Brian Flynn. Nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wird der gesamte deutsche Luftraum mindestens bis Samstagabend gesperrt bleiben. Wir informieren Sie hier über die aktuellen Entwicklungen in Europa und natürlich auch im Münsterland:
16:00 Uhr: Nach dem Vulkanausbruch in Island und der daraus resultierenden Schließung des Luftraumes über Nordeuropa musste die Fluggesellschaft Ryanair verschiedene Flugverbindungen, die bis zum 19. April vorgesehen waren, annulieren. Über die betreffenden Flüge informiert Ryanair auf seiner Internet-Homepage.
14:25 Uhr: Ein schnelles Ende der Flugverbote in Europa wegen der Vulkanaschewolke wird immer unwahrscheinlicher. Frankreich verlängerte die Schließung der Pariser Großflughäfen bis übermorgen. Die Flugverbotszone wurde weiter nach Süden ausgedehnt. Auch Spanien musste inzwischen einen Teil seines Luftraums sperren. Die deutschen Flughäfen bleiben bis mindestens morgen früh 2 Uhr geschlossen. Eine weitere Ausdehnung ist sehr wahrscheinlich. Der Vulkan spuckt weiter Asche, der Wind verteilt sie unverändert im Luftraum.
Ein Mann und eine Frau blicken in München (Oberbayern) am Flughafen auf eine Anzeigentafel, auf der die annullierten Flüge zu sehen sind. (Foto: dpa)
13:35 Uhr: Wegen der Aschewolke aus Island kann ein Teil der ausländischen Gäste nicht zum Staatsbegräbnis für den polnischen Präsidenten Lech Kaczynski und seine Frau Maria am Sonntag in Krakau kommen. Abgesagt hätten bislang Vertreter von acht Staaten, teilte das polnische Außenministerium am Samstag in Warschau mit. Darunter seien der Präsident von Mazedonien, Djordje Ivanov und der südkoreanische Regierungschef Chung Unchan. Angemeldet waren ursprünglich Vertreter von 98 Staaten. Der Luftraum über Polen ist seit Freitag vollständig gesperrt.
13:27 Uhr: Trotz der Schließung der österreichischen Flughäfen wegen der Vulkanasche-Wolke aus Island ist eine Maschine der Ural- Airlines am Samstag sicher in Wien gelandet. Das Flugzeug sei auf dem Weg von Moskau nah Rom gewesen, als dem Piloten - bisher unbestätigten Angaben zufolge - der Sprit knapp geworden sei. Die Ausweichlandung des Airbus 321 sei ein „Ausnahmefall“ gewesen, sagte ein Sprecher der österreichischen Gesellschaft für Zivilluftfahrt „Austro Control“ der Nachrichtenagentur APA. Airline-Chef Niki Lauda kommentierte, dass die außerplanmäßige Landung dafür spreche, „dass man fliegen kann“.13:14 Uhr: Wegen der Aschewolke des isländischen Vulkans wird auch Spanien einen Teil seines Luftraums sperren müssen. Von 14.00 Uhr an werde am Samstag ein Streckenabschnitt zwischen Barcelona und Oviedo im Norden des Landes geschlossen, kündigte die staatliche Flughafenbehörde AENA am Samstag an.
13:10 Uhr: Der Reiseveranstalter Alltours (Duisburg) hat Hotline-Telefone eingerichtet und beantwortet rund um die Uhr Anfragen. Tausende Reisende erkundigten sich am Samstag nach Alternativen, nachdem ihre Urlaubsflüge aufgrund der Aschewolke aus Island ausgefallen sind. Das Unternehmen spricht auf seiner Internet- Homepage von „höherer Gewalt“ durch den Vulkanausbruch. Kunden wird ermöglicht, ihre Buchung zu stornieren oder umzubuchen. Müsse die Reise verkürzt werden, falle der Preis anteilig. Für Urlauber, die nicht aus ihrem Feriengebiet wegkämen, würden Übernachtungskosten weitgehend übernommen.
(Hotline: 0203-3636360 begin_of_the_skype_highlighting 0203-3636360 end_of_the_skype_highlighting oder 0203-3636500)
13.02 Uhr: Die Rücktransport der toten Bundeswehrsoldaten aus Afghanistan wird sich als Folge des Flugverbots in Deutschland voraussichtlich bis mindestens Montag verzögern. Ursprünglich war geplant, dass die Särge der vier am Donnerstag in Nordafghanistan getöteten Soldaten am Sonntag nach einer Trauerfeier in Masar-i- Scharif nach Deutschland geflogen werden. „Bleibt es bei der Verspätung, wird auch die Trauerfeier um 24 Stunden verschoben“, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Samstag in Berlin. Wegen der Turbulenzen um die Vulkanasche aus Island sitzen auch die fünf in Afghanistan verletzten Bundeswehrsoldaten weiter in der Türkei fest.
12.56 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) unternimmt wegen der Aschewolke aus Island einen unfreiwilligen Ausflug nach Südtirol. Weil der Flugverkehr in Deutschland noch lahmgelegt ist, fliegt sie am Samstag zunächst von Lissabon nach Rom und reist von dort im Bus weiter nach Bozen, hieß es in Regierungskreisen. Dort sollten Merkel und ihre Delegation übernachten. An diesem Sonntag ist geplant, dass Merkel und die anderen Mitreisenden im Bus nach Deutschland zurückfahren. Die Kanzlerin hatte am Freitag auf ihrer Rückreise aus den USA wegen der Aschewolke einen Zwischenstopp in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon einlegen müssen.
12:51 Uhr: Am Düsseldorfer Flughafen finden bis mindestens Sonntagmorgen um 6 Uhr keine Abflüge und Ankünfte statt.
12:47 Uhr: Die Behinderungen im Bahnverkehr im Norden halten an. „Es sieht so aus, dass die Einschränkungen im Bahnverkehr zwischen Hamburg-Hauptbahnhof und Harburg den ganzen Tag andauern“, sagte ein Bahnsprecher am Samstag. Nach Angaben der Polizei hatten Unbekannte am frühen Morgen einen Lastwagen unter einer Bahnbrücke im Bereich Veddeler Damm angezündet.12.38 Uhr: Nach der Tarifeinigung ohne Streik wollen Deutschlands Fluglotsen die Wiederaufnahme des Luftverkehrs geräuschlos meistern - sobald die Aschewolke abzieht. Die Flugsicherung werde keine Schwierigkeiten haben, wenn der Betrieb anlaufe, sagte Markus Siebers vom Vorstand der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) am Samstag im Deutschlandradio Kultur.
12.31 Uhr: Vulkanasche aus Island beeinträchtigt auch die Deutsche Post: Wegen der Schließung ihres Frachtdrehkreuzes am Flughafen Leipzig/Halle läuft der Versand in den kommenden Tagen etwas langsamer als normal. Der Großteil der Fracht sei über südliche Flugrouten umgeleitet worden, auf denen der Luftverkehr nicht von der Aschewolke betroffen ist, sagte Postsprecher Stefan Heß der Deutschen Presse-Agentur am Samstag in Leipzig. Zudem sei der Pakettransport auf die Schiene und die Straße verlegt worden. Dadurch komme es zu Verzögerungen bei der Auslieferung, aber keinen enormen Rückständen. Am Drehkreuz des Kurier- und Frachtdienstes DHL starten und landen von Montag bis Freitag normalerweise mehr als 50 Flugzeuge mit bis zu 200 000 Sendungen pro Tag.
12:27 Uhr: Trotz der Sperrung des deutschen Luftraums werden am Samstagmittag einige Überführungsflüge stattfinden. Dabei handele es sich um voraussichtlich zehn Maschinen, die ohne Passagiere von München nach Frankfurt geflogen werden, sagte der Sprecher der Deutschen Flugsicherung, Axel Raab, am Samstag. Hintergrund sei, dass Fluggesellschaften wie Lufthansa die Maschinen in Frankfurt stationiert haben wollten, damit sie bei Öffnung des Luftraums sofort wieder eingesetzt werden können. Die Piloten würden auf Sicht fliegen und benötigten dafür keine Genehmigung durch die Flugsicherung.Nach dem ersten Flug wolle man untersuchen, ob die Triebwerke durch Asche beeinträchtigt wurden und dann die übrigen Flugzeuge starten lassen. Bei den Maschinen handele es sich um vierstrahlige Langstreckenflugzeuge wie die Boeing 747 oder den Airbus A340.
12.10 Uhr: Im europäischen Luftraum wurden am Samstag nur etwa 6000 von 22 000 Flügen erwartet, wie die Flugsicherheitsbehörde Eurocontrol in Brüssel mitteilte. Die Teilchen aus der Vulkanasche können Flugzeugtriebwerke beschädigen, die Sensoren verstopfen und außerdem behindern sie die Sicht der Piloten.
11.58 Uhr: Der Luftraum über Deutschland bleibt wegen der Asche aus dem isländischen Vulkan bis 02.00 Uhr am Sonntagmorgen gesperrt. Das sagte eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung in Langen (Hessen) am Samstag. Damit bleiben auch die Flughäfen in Nordrhein-Westfalen - darunter Düsseldorf und Köln/Bonn - den ganzen Samstag über geschlossen.
11.51 Uhr: Der Reiseveranstalter Tui hat vorerst alle Reisen abgesagt, die bis Sonntag um 10.00 Uhr starten sollten. Da zum jetzigen Zeitpunkt nicht eindeutig abzusehen sei, wie lange die Sperrungen der Flughäfen andauern werden, habe sich Tui zu diesem Schritt entschlossen. Diese Regelung gelte unabhängig von der Fluggesellschaft.11.27 Uhr: Eilmeldung: Der Luftraum über Deutschland bleibt wegen der Asche aus dem isländischen Vulkan bis 2 Uhr am Sonntagmorgen gesperrt.
11.25 Uhr: Die Lage im europäischen Luftverkehr wird sich nach Vorhersagen der Flugsicherheitsbehörde Eurocontrol auch am Samstag nicht entspannen. Mit nur etwa 6000 von an einem normalen Samstag erwarteten 22 000 Flügen fielen mehr als zwei Drittel aller Flüge in Europa aus, teilte die Organisation am Samstag in Brüssel mit. In den meisten Teilen Nord- und Mitteleuropas seien für zivile Maschinen keine Starts oder Landungen möglich.
11.21 Uhr: Die Deutsche Bahn rechnet auch für Samstag wegen der Sperrung des europäischen Luftverkehrs nach dem Vulkanausbruch auf Island mit starkem Andrang an den Bahngleisen. „Wir beobachten die Situation genau und werden unsere Angebote anpassen“, sagte ein Bahn-Sprecher am Samstag. Vor allem Richtung Wien und Frankfurt am Main seien die ICE-Züge sehr voll. Auch auf den ICE-Verbindungen zwischen den großen deutschen Flughäfen könnte es zu Überlastungen kommen.
10.57 Uhr: Der Luftraum über Polen bleibt wegen der Wolke vulkanischer Asche aus Island weiterhin vollständig geschlossen. Das beschloss am Samstagvormittag die Luftfahrtbehörde PAZP in Warschau. Eine Aufhebung der Sperre im Tagesverlauf sei „wenig wahrscheinlich“, sagte PAZP-Sprecher Grzegorz Hlebowicz.
10.57 Uhr: Kanzlerinnen-Odyssee durch Europa: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) kann wegen der Aschewolke des Vulkanausbruchs auf Island weiterhin nicht in Deutschland landen. Sie fliege von Lissabon zunächst nach Rom, hieß es am Samstagvormittag in Regierungskreisen. Wie die Kanzlerin dann weiterreist, war noch unklar.
10.43 Uhr: In Düsseldorf steht jetzt schon fest: Keine Flüge bis mindestens 20 Uhr.
10.41 Uhr: Die Flughäfen in Österreich bleiben wegen der Aschewolke aus Island auch am Samstag gesperrt. Die Schießung des Luftraums solle zunächst voraussichtlich bis 20 Uhr andauern, berichtete die Nachrichtenagentur APA. Dies habe die österreichische Gesellschaft für Zivilluftfahrt „Austro Control“ gemeinsam mit den Airlines und den Flughäfen entschieden.
10.40 Uhr: Besonders Menschen mit Atemwegs-Problemen können von der Aschewolke aus Island gesundheitlich betroffen werden. Darauf hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Freitagabend in Genf hingewiesen. Probleme könnten Kleinstpartikel bereiten. „Kleine Teilchen von weniger als zehn Mikrometer Größe sind gefährlicher, weil sie tiefer in die Lunge eintreten können“, wird die WHO- Gesundheitsexpertin Maria Neira in einer Erklärung zitiert.10.39 Uhr: Der Bahnverkehr vom Hamburger Hauptbahnhof Richtung Süden ist am Samstagmorgen für den Fernverkehr gesperrt worden. Nach Angaben der Polizei hatten Unbekannte am frühen Morgen einen Lastwagen unter einer Bahnbrücke angezündet und dadurch die Elektronik auf der Strecke beschädigt. Züge aus und nach Bremen und in Richtung Ruhrgebiet endeten schon auf dem Hamburger Bahnhof Harburg oder wurden dort eingesetzt. Die Reisenden konnten mit der S- Bahn dorthin gelangen. Fernverkehrszüge von Hamburg nach Hannover wurden über Wittenberge/Stendal umgeleitet. Dadurch verlängerte sich die Fahrzeit um etwa eine Stunde.
10:36 Uhr: Die Sperrung des Luftraums über Europa hat sich in der Nacht zum Samstag deutlich gen Süden und Osten ausgedehnt. Laut Angaben der EU-Luftsicherheitsbehörde Eurocontrol in Brüssel waren am Morgen von Norditalien über die Adria und Rumänien bis hin in die Ukraine weite Teile für den Flugverkehr geschlossen. Die Ausdehnung der Sperrung im Südwesten verlief an der Grenze Frankreich-Spanien.
Die Aschewolke des isländischen Vulkans erstreckte sich in zwei Ausläufern über Skandinavien und Mitteleuropa, die sich wie eine Zange weiter über den Kontinent spreizten. Nur über Litauen, Lettland und Weißrussland war noch eine Lücke. Im Süden waren Portugal, Spanien, Mittel- und Süditalien, Teile des Balkans, Griechenland und ein schmaler Gürtel an der Schwarzmeer-Region noch nicht von der Luftraum-Sperrung betroffen. Den Prognosen zufolge soll sich die für Flugzeuge hochgefährliche Aschewolke weiter gen Südosten bewegen.
10.08 Uhr: Der Hamburger Flughafen bleibt wegen der Aschewolke aus Island bis Sonntagnachmittag gesperrt. „Bis Sonntag um 14 Uhr wird es keine Starts und Landungen geben“, sagte Flughafensprecherin Stefanie Harder der dpa am Samstag.
10.03 Uhr: Die Deutsche Bahn setzt angesichts des Flugverbotes auch am Samstag mehr Züge ein als üblich. „Es rollt alles, was rollen kann“, sagte ein Sprecher. Auch werde wie am Freitag mehr Personal an den Bahnhöfen die Reisenden betreuen. Zugleich erwartete der Sprecher, dass der Samstag etwas ruhiger verläuft. Volle Züge werde es dennoch vor allem auf den ICE- Verbindungen zwischen den großen deutschen Flughäfen Frankfurt/Main, München, Hamburg, Düsseldorf und Berlin geben.
09.55 Uhr: Frankreich dehnt angesichts der mächtigen Aschewolke aus Island die Start- und Landeverbote für die Flughäfen des Landes aus. 26 Airports einschließlich des Drehkreuzes Paris und Lyon bleiben bis mindestens 20.00 Uhr an diesem Samstag geschlossen. In Bordeaux und Grenoble wird der Flugverkehr um 16.00 Uhr ebenfalls eingestellt.
09.52 Uhr: Alle innerdeutschen Flüge vom Flughafen Münster/Osnabrück nach Frankfurt bzw. München sind annulliert. Die Lufthansa hat alle Samstagsverbindungen bis mindestens 20 Uhr gestrichen.
09.50 Uhr: Auf dem Flughafen Hannover warten derzeit nur noch vereinzelt Passagiere auf eine Möglichkeit zur Weiterreise. Die meisten Reisenden scheinen sich auf die Sperrungen der deutschen Flughäfen eingestellt zu haben.09.33 Uhr: Der Hamburger Flughafen bleibt wegen der Aschewolke aus Island bis Mitternacht gesperrt. „Heute wird es den ganzen Tag keine Starts und Landungen geben“, sagte Flughafensprecherin Stefanie Harder der dpa am Samstag. Das hätte die Deutsche Flugsicherung entschieden. Betroffen seien insgesamt 297 Starts und Landungen und rund 25 000 Passagiere.
09.25 Uhr: Der Luftraum über der Schweiz bleibt wegen der Aschewolke des Vulkans in Island bis Samstag 20.00 Uhr teilweise geschlossen. Das Land kann aber in großer Höhe überflogen werden. Das hat das Schweizer Bundesamt für Zivilluftfahrt am Samstag angeordnet. Ein Flugverbot gelte für Flüge nach Instrumentenflugregeln. Davon betroffen sei vor allem die kommerzielle Luftfahrt.
09.03 Uhr: Die in ganze Europa für den Flugverkehr erhoffte Entwarnung aus Island bleibt vorerst aus. Der Gletschervulkan stößt auch am Samstag weiter eine gewaltige Säule mit Rauch und Asche in die Atmosphäre. Wie das Meteorologische Institut in Reykjavik am Samstagmorgen mitteilte, wurden in der Nacht keine Veränderungen der Aktivitäten unter dem Eyjafjalla-Gletscher beobachtet.
08.59 Uhr: Die Rückkehr von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach Berlin verzögert sich durch den Vulkanausbruch in Island weiter. Am Samstagmorgen war weiterhin unklar, wann und ob überhaupt die Regierungsmaschine im Laufe des Tages von Lissabon aus Richtung Deutschland starten kann. Merkel musste am Freitagabend auf ihrer Rückreise aus den USA einen Zwischenstopp in der portugiesischen Hauptstadt einlegen, weil die Aschewolke durch den Vulkanausbruch zu einer weiträumigen Sperrung des Luftraums über Europa geführt hatte. Die Delegation war zunächst mit gepackten Koffern startklar, doch dann blieb die Abreise wieder unklar.
08.52 Uhr: Die Fluggesellschaft SAS will ab Montag bei einer anhaltenden Einstellung des Luftverkehrs 2500 Beschäftigte ohne Lohn freistellen. Wie das Unternehmen am Samstag in Oslo mitteilte, seien entsprechende Ankündigungen an die Betroffenen des Bodenpersonals in Norwegen übermittelt worden. Weiter hieß es, auch das Konkurrenzunternehmen Norwegian bereite ähnliche Maßnahmen vor.
08.50 Uhr: Die Lufthansa hat alle Flüge bis Samstag um 20 Uhr gestichen.
08.18 Uhr: Laut Aussage eines Sprechers der Deutschen Flugsicherung DFS sieht es nicht gut aus. Möglicherweise würden den gesamten Samstag und auch den kompletten Sonntag keine Maschinen von deutschen Flughäfen abheben. Über eine Verlängerung der Sperrung wird am späten Samstagvormittag entschieden.
08.07 Uhr: Ryan Air hat alle Flüge bis einschließlich Sonntag annulliert. Bis 14 Uhr wird darüber entschieden, was mit den für Montag vorgesehenen Flugverbindungen passiert.08.04 Uhr: Die Folgen des Vulkan-Ausbruchs auf Island bremsen auch die Formel 1. Wegen des Flugchaos in Europa drohen dem derzeit in China gastierenden PS-Zirkus logistische Nöte. „Es ist ein Problem. Hoffentlich kommen wir zurück. Vielleicht müssen wir ja alle nach Hause fahren“, meinte Red-Bull-Teamchef Christian Horner am Samstag in Shanghai. Fahrer und Rennstall-Mitarbeiter bangen um ihre für Sonntag und Montag geplanten Rückflüge nach Europa, wo alle Teams ihre Rennfabriken haben. Zudem ist unklar, ob das gesamte Material der Teams wie geplant direkt nach dem Rennen am Sonntag abtransportiert werden kann.
07.56 Uhr: Bis auf weiteres finden am Flughafen Münster/Osnabrück keine Starts und Landungen mehr statt. Eine Wiederaufnahme des Flugbetriebes am FMO wird frühestens am Samstagmittag ab 14 Uhr erwartet.
07.54 Uhr: Wegen der Aschewolke aus einem isländischen Vulkan bleiben alle nordfranzösischen Flughäfen bis diesen Samstag um 14 Uhr geschlossen. Davon betroffen seien auch die beiden Pariser Großflughäfen, teilte das französische Luftfahrtamt am Samstag mit.
07.49 Uhr: Der Ferienflieger Thomas Cook hat wegen der Aschewolke aus Island sämtliche Flüge am Samstag gestrichen. Betroffen sind davon Reisen der Veranstalter Neckermann Reisen, Thomas Cook Reisen, Bucher Last Minute und Air Marin, wie das Unternehmen in Oberursel in der Nähe von Frankfurt/Main mitteilte. Es könne kostenlos umgebucht werden. Auch der Ferienflieger Condor hat für Samstag alle Flüge aus Deutschland gestrichen.
07.44 Uhr: Die belgische Regierung hat das Flugverbot über Belgien verlängert. Die Flughäfen dort sollen bis mindestens 20 Uhr geschlossen bleiben.
07.08 Uhr: Der Hamburger Flughafen bleibt ebenfalls bis mindestens 14 Uhr gesperrt.
06.55 Uhr: Wegen der Vulkanasche aus Island bleiben Flughäfen weiterhin geschlossen. Auch auf den nordrhein-westfälischen Flughäfen in Düsseldorf und Köln/Bonn gibt es bis mindestens Samstagnachmittag 14 Uhr keinen Flugverkehr. Das teilten beide Flughäfen mit.
06.49 Uhr: Wegen der Vulkanasche aus Island bleiben Flughäfen weiterhin geschlossen. Auch auf den nordrhein-westfälischen Flughäfen in Düsseldorf und Köln/Bonn gibt es bis mindestens Samstagnachmittag 1400 Uhr keinen Flugverkehr. Das teilten beide Flughäfen mit.
23:57 Uhr: Wegen der Aschewolke des Vulkans in Island hat die Schweiz ihren Luftraumes bis Samstag um 14.00 Uhr gesperrt. Dies erklärten Sprecher der Fluggesellschaft Swiss und des Flughafens Genf am Freitagabend der Nachrichtenagentur SDA.
23.45 Uhr: Wegen der Vulkan-Aschewolke aus Island hat das italienische Amt für Flugsicherheit am Freitagabend die Schließung aller norditalienischen Flughäfen angeordnet. Alle Airports im Norden des Landes sollten zunächst am Samstag von sechs bis 14.00 Uhr - dem von Meteorologen angenommenen Zeitraum für das Vorbeiziehen der Aschewolke - geschlossen bleiben, wie italienische Medien am Abend berichteten. Zu den circa zwei Dutzend betroffenen Flughäfen gehören unter anderen Mailand, Turin, Venedig und Bologna. Auf den internationalen Großflughäfen von Rom und Mailand sollten außerdem Sonderinformationsbüros für betroffene Fluggäste eingerichtet werden.23.35 Uhr: Der Gletscher-Vulkan auf Island stößt weiterhin eine riesige Wolke mit Wasserdampf und Asche aus. Wie eine Sprecherin des Meteorologischen Institutes Reykjavik am Freitagabend mitteilte, ergaben neue Messungen eine Höhe der Rauchsäule von acht Kilometern. Die Asche aus dem Vulkan treibt weiter in östlicher und zunehmend in südöstlicher Richtung auf den europäischen Kontinent zu. Ein Ende der Vulkanaktivitäten oder eine massive Änderung der Windrichtung sei nicht abzusehen, sagte die Meteorologin weiter. Nachdem die Wolke zeitweise fast nur aus Wasserdampf bestanden habe, sei am Abend wieder erheblich schwarze Asche in die Atmosphäre gelangt. Diese ist für die Düsentriebwerke und außen angebrachte Messinstrumente von Flugzeugen sowie die Sicht der Piloten sehr gefährlich.
23.05 Uhr: Die deutsche Flugsicherung (DFS) gibt bekannt: Der deutsche Luftraum bleibt wegen der Aschewolke des isländischen Vulkans bis mindestens um 14 Uhr am Samstag gesperrt.
21:52 Uhr: Die deutsche Fluggesellschaft Air Berlin streicht bis auf einige innerspanische Verbindungen alle ihre Flüge bis mindestens Samstag 14 Uhr. Grund ist die Aschewolke des isländischen Vulkans im europäischen Luftraum. Das teilte das Unternehmen am Freitagabend in Berlin mit. Von den Streichungen betroffene Passagiere wurden gebeten, nicht zum Airport anzureisen. Für Flüge bis einschließlich Sonntag sei es möglich, kostenlos umzubuchen, hieß es in der Mitteilung weiter.
17:50 Uhr: Auf der Homepage des Flughafens Münster/Osnabrück ist zu lesen: Aufgrund des Vulkanausbruchs in Island kommt es im gesamten europäischen Luftraum zu erheblichen Beeinträchtigungen. Bis auf weiteres finden am Flughafen Münster/Osnabrück keine Starts und Landungen mehr statt. Eine Wiederaufnahme des Flugbetriebes am FMO wird frühestens am Samstagmorgen ab 8 Uhr erwartet.
17.48 Uhr: Der Reiseveranstalter Tui hat vorerst alle Flugreisen bis Samstag 12 Uhr abgesagt.
17:44 Uhr: Nun ist bekannt: Die deutschen Flughäfen bleiben am Samstag mindestens bis 8 Uhr geschlossen. Dies teilte die Deutsche Flugsicherung am Freitag in Langen bei Frankfurt mit.
17.38 Uhr: Der Luftraum über dem Münchner Flughafen wird am Freitagabend von 20 Uhr an komplett geschlossen.
17:27 Uhr: Auch der Kölner Flughafen bleibt wegen der Vulkanasche aus Island mindestens bis Samstagmorgen um 8 Uhr gesperrt.
17.16 Uhr: Mehrere ausländische Profis deutscher Handball- Bundesligisten sitzen auf Island fest. „Das ist eine besondere Konstellation, die es so wohl noch nie gegeben hat“, sagte THW Kiels Manager Uli Derad am Freitag der Nachrichtenagentur dpa. Nach dem Ausbruch des Gletscher-Vulkans befinden sich die französischen Brüder Bertrand und Guillaume Gille vom HSV Hamburg zum Länderspiel gegen Island auf der größten Vulkaninsel der Welt.
17:01 Uhr: Der Luftraum über Berlin bleibt bis Samstagmorgen um 8.00 Uhr gesperrt. Das teilte ein Flughafensprecher am Freitagnachmittag in Berlin mit. Am Freitag würden in Berlin keine Flüge mehr starten und landen.
16:57 Uhr: Auch der Luftraum über dem Stuttgarter Flughafen bleibt wegen der Aschewolke über Europa voraussichtlich bis Samstagfrüh, 8.00 Uhr, geschlossen. Dies teilte der Flughafen Stuttgart aufgrund von Meldungen der Deutschen Flugsicherung am Freitagabend mit.16:56 Uhr: Die durch den Vulkanausbruch auf Island entstandene Aschewolke ist nach Angaben des Umweltbundesamtes bislang keine Gefahr die Gesundheit. „Die Messergebnisse aus den Messnetzen der Länder und des Bundes lassen keine signifikant erhöhten Feinstaubkonzentrationen erkennen“, teilte das Umweltbundesamt in Dessau-Roßlau am Freitag mit. „Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz der Gesundheit sind - auch für empfindliche Menschen - in Deutschland derzeit nicht erforderlich.“
16:50 Uhr Die Bahn, Bus- und Mietwagenunternehmen bereiteten sich am Freitag bereits so gut es geht auf einen unverminderten Ansturm von Reisenden vor. Im ungünstigsten Fall werde es wegen der Vulkanasche aus Island auch am Sonntag keine Flüge geben, sagte am Freitag Berthold Lescher von der Luftfahrtsberatungszentrale des DWD in Frankfurt. Die Entscheidung treffe letztlich aber das Bundesverkehrsministerium. Die Wolke werde zunächst weiter nach Süden ziehen und schon am Samstagmorgen eine gedachte Linie von Südfrankreich, Norditalien und dem nördlichen Balkan erreichen, hieß es bei Eurocontrol