Warendorf - Eine Windhose hat am Mittwoch gegen kurz vor 15 Uhr eine Spur der Verwüstung durch den östlichen Stadtrand Warendorfs gezogen. Drei Autos wurden laut Polizei unter umgestürzten Bäumen begraben.
Eternitplatten wirbelten durch die Luft. Personen wurden dabei nicht verletzt. Bei mehreren Gewerbebetrieben an der Beckumer Straße (zum Beispiel Schuhpark) und im Affhüppen Esch (Osmo-Hallen) richtete der Wirbelsturm hohe Sachschäden an.
Teilweise rissen die Böen bei der Firma Osmo Dacheindeckungen herunter. Bei dem holzverarbeitenden Betrieb wurde ein großer Teil der Hallendächer komplett abgedeckt, die Dachkonstruktion erheblich beschädigt.
Ein Mitarbeiter sah die Windhose aus seinem Büro auf sich zukommen: „Es verdunkelte sich binnen Sekunden, es knallte gewaltig und dann war der Spuk auch schon vorbei.“ Eine Mitarbeiterin suchte Schutz unter ihrem Schreibtisch.
So kurz das ganze Szenario auch war, so hinterließ es doch einen erheblichen Sachschaden. Zehn Meter breit ist die Schneise der Verwüstung: Die Halle muss komplett geräumt werden, in ihr lagern wertvolle Holzleisten. Schwere Lastwagenanhänger waren wie von Geisterhand versetzt. Vor der Halle liegen zertrümmerte Dachreste und Holzbalken.
Eternitplatten wirbelten über das Grundstück, über die Bahnschienen, über die B 64 bis hin zur Herrlichkeit. Ein Autofahrer entging in seinem Golf nur knapp schweren Verletzungen. Sein Auto wurde von einer Eternitplatte getroffen. Andere Fahrzeuge weisen erhebliche Splittereinschläge im Lack auf.
Die Fahrbahnen der angrenzenden Bundesstraßen 64 und der darüber führenden B 475 waren mit Trümmerteilen des Daches übersät. Überall umherfliegende Styroporteile. Für die bis 16.20 Uhr dauernden Reinigungsarbeiten der Fahrbahnen mussten Kehrmaschinen eingesetzt werden. Der Verkehr wurde durch Polizeibeamte geregelt. Wie hoch der Schaden ist, vermochte die Polizei am Mittwochabend noch nicht zu sagen.