Ahaus - Am Mittwoch sind die ersten zwei Transporte mit schwach radioaktivem Abfall aus deutschen Atomkraftwerken in Ahaus eingetroffen. Das bestätigte die für die Atomaufsicht zuständige Bezirksregierung in Münster. Bei dem Transport wird schwach strahlender Atommüll wie Bauschutt, alte Maschinenanlagen und Erdreich ins Brennelemente-Zwischenlager nach Ahaus gebracht.
Kernkraftgegner planen für das Wochenende Protestaktionen vor dem Zwischenlager. „Wir brauchen jetzt jeden Unterstützer“, teilte das Aktionsbündnis „Münsterland gegen Atomanlagen“ am Donnerstag mit. Am Sonntag sei ein „Treffen“ am Lager geplant.
Das Zwischenlager ist derzeit nur zur Hälfte mit abgebrannten Castor-Behältern belegt. Weitere Transporte werden erwartet. „Das wird jetzt regelmäßig so weiter gehen“, sagte ein Sprecher des BZA in Ahaus. Die Genehmigung hatte die Bezirksregierung in Münster im vergangenen Jahr erteilt.
Spätestens in zehn Jahren soll der schwach radioaktive Müll in das Endlager Schacht Konrad gebracht werden. Gegen die Transporte regt sich vor allem im Westmünsterland jedoch heftiger Widerstand.