Im Jahr 2009 gab es an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster 54 Habilitationen, 734 Promotionen (das sind 2,9 Prozent aller 25 000 bundesweiten aus diesem Jahr) und im Jahre 2008 insgesamt 5754 Prüfungen. Damit Studenten keine Abkürzungen zur guten Note nehmen, vielmehr korrekt wissenschaftlich zitieren, können die Fachbereiche der Uni seit 2008 die Software „Plagiarism Finder“ benutzen. Zwar gibt es keine hundertprozentige Trefferquote, doch sollen „die Studierenden wissen, dass ihre wissenschaftliche Leistung überprüft wird“, wie es in einer Mitteilung der Uni heißt. Denn: Möglichkeiten zu schummeln seien vielfältig und durch das Internet noch einfacher geworden. Ob mehr plagiiert werde als früher, lasse sich nicht feststellen, da eingehende Untersuchungen fehlten. Doch gaben aus einer Studentenbefragung von 2006 fast 60 Prozent ein Plagiat zu, etwa die Übernahme einiger Sätze ohne Quellenangabe.








