Münster. Bundesweite Schlagzeilen waren dem Centrum für religiöse Studien (CRS) gewiss, als es vor fünf Jahren einen Lehrstuhl für Islamkunde einrichtete. Als erste Hochschule in Deutschland bildet die Universität Münster seitdem Islam-Lehrer für öffentliche Schulen aus. Dazu sitzen Moslems, orthodoxe Christen und Juden einträchtig im beratenden Beirat – das CRS wurde als Modellprojekt gefeiert.
Seit einigen Wochen ist das Centrum wieder in den Schlagzeilen, doch die, die jetzt zu lesen sind, sind alles andere als erfreulich. Erst wurde bekannt, dass eine ehemalige Mitarbeiterin Forschungsmittel unterschlagen haben soll, die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen. Und jetzt ist auch noch der Beirat geplatzt.