Düsseldorf/Steinfurt - Durch die „Zersplitterung“ der Räte wird die Mehrheitsbildung in den Kommunen deutlich erschwert. Künftig sitzen 16 605 Abgeordnete in den Kreis- und Gemeinderäten in Nordrhein-Westfalen - bisher gibt es nur 15 200 Mandatsträger.
Nach dem Wegfall der kommunalen Sperrklausel sind rund 100 lokale Wählergruppen und 25 Parteien in die einzelnen Rathäuser eingezogen. Teilweise reichten Splittergruppen wenige hundert Stimmen, um ein Mandat im Rat zu erringen. In Duisburg sitzen zehn Parteien im Rat, in Essen neun und in Köln acht. In Räten und Kreistagen gibt es so viele „Überhangmandate“ wie nie. Überhangmandate entstehen, wenn eine Partei mehr Ratssitze erzielt, als ihr nach dem Stimmenanteil zustehen.