Düsseldorf - Knappe 30 Minuten für 34 Seiten. Im Eiltempo haben die Landtagsabgeordneten im Innenausschuss am Mittwoch die Stellungnahme der Stadt Duisburg zur Loveparade-Tragödie gelesen. In dem von einer Düsseldorfer Anwaltskanzlei erarbeiteten Papier lehnt die Verwaltung jegliche Zuständigkeit für die Sicherheit während der Loveparade ab.
Im Vorfeld seien Hinweise der Polizei „geprüft und, soweit von Sachverständigen für sinnvoll erachtet, umgesetzt“ worden. Während die Stadt damit ihre Verantwortung als erfüllt sieht, hält Innenminister Ralf Jäger dagegen: Das Drama von Duisburg verdeutliche, dass es ein „Pflichtenheft mit verbindlichen Sicherheitsstandards“ für Kommunen gebe, wenn sie Großveranstaltungen planten.