Düsseldorf - Der frühere NRW-Bauminister Oliver Wittke gerät wegen seiner neuen Tätigkeit als Geschäftsführer eines Baukonzerns zunehmend ins politische Kreuzfeuer. SPD und Grünen forderten den CDU-Politiker Wittke auf, sein Landtagsmandat sofort niederzulegen. CDU-Landeschef Jürgen Rüttgers sah sich derweil nicht in der Lage, seinem Partei-Stellvertreter die Absolution zu erteilen. „Ich hatte keine Zeit, weitere Informationen einzuholen“, blieb Rüttgers vage.
Für Oliver Wittke wird die Luft in der Politik offenbar dünner. Zwar hält CDU-Generalsekretär Hendrik Wüst Wittkes Doppel-Belastung als Bau-Geschäftsführer und wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion für „völlig in Ordnung“. In der NRW-CDU grummelt es aber gewaltig. Parteileute wollen wissen, dass Wittkes neuer Job schon vor dem letzten Landesparteitag klar war. Dort hatte sich der CDU-Bezirkschef Ruhrgebiet wieder zum Landesvize wählen lassen - ohne Hinweis auf eine neue Manager-Karriere.