"Steuern nicht auf Pump senken"


Mappen mit Daten der Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2009 liegen am Donnerstag (15.10.2009) in der Bundespressekonferenz in Berlin aus.
Mappen mit Daten der Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2009 liegen am Donnerstag (15.10.2009) in der Bundespressekonferenz in Berlin aus.
(Foto: dpa)


Berlin - Silberstreif am Konjunkturhorizont, doch der strikte Zwang zum Sparen verdüstert der künftigen Regierung den Finanzhimmel. Dies ergibt sich aus dem am Donnerstag vorgelegten Herbstgutachten der führenden Wirtschaftsforscher.

Dem Konjunktureinbruch von fünf Prozent in diesem Jahr werde 2010 ein Wachstum von 1,2 Prozent folgen. Die Arbeitslosenzahl dürfte indes auf über vier Millionen steigen, wenn das Kurzarbeitergeld auslaufe.


Für die laufenden Koalitionsverhandlungen gaben die Forscher die Mahnung aus, Steuersenkungen dürften nicht auf Pump finanziert werden. Andererseits sprachen sie sich gegen Steuererhöhungen aus. Einsparungen müssten im Vordergrund stehen. Luft dafür gebe es in einem Ausmaß von 30 Milliarden Euro.

VON FRANZ L. AVERDUNK, BERLIN


15 · 10 · 09



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