Berlin - Einen Tag nach der Zitterpartie bei der Wahl des Bundespräsidenten werden neue Details bekannt. Danach konnten sowohl CDU-Parteichefin Merkel als auch der CSU-Vorsitzende Seehofer die Wahlmänner der Union zwischen dem ersten und zweiten Wahlgang mit ihren Reden vor den Fraktionen nicht überzeugen.
„Die haben einen sehr erschöpften Eindruck gemacht“, sagt ein Wahlmann unserer Zeitung. Der „lustlose“ Vortrag habe die „Abweichler“ offenbar nicht überzeugen können. Erst die Rede des scheidenden hessischen Ministerpräsidenten Koch habe „Esprit“ und Brillanz“ gezeigt. Koch habe eindringlich vor einer Blamage für das ganze Land gewarnt. „Wollen wir uns wirklich in die Abhängigkeit der Linkspartei begeben?“, habe Koch gefragt.