Düsseldorf - Das Grummeln an der SPD-Basis über das Herantasten der Führung an eine große Koalition ist unüberhörbar. Aber es fällt kein kategorisches „Nein“, als sich die 60 Mitglieder des SPD-größten Regionalausschusses Westliches-Westfalen zur ersten Sondierungsbilanz treffen.
„Das wird keine leichte Nummer“, klagt ein SPD-Vorstand in Dortmund. Den Genossen fällt es schwer, „mit Leuten zu verhandeln, mit denen man sich vorher bekämpft hat.“ Sofort nach der ersten Sondierung im Düsseldorfer Luxushotel sind die SPD-Spitzen zum Rapport an die Basis geeilt. Die Delegations-Teilnehmer beruhigen die Partei, dass es keine Festlegung auf eine Koalition gibt. Alles bleibt offen: Neuwahl, Minderheitsregierung, große Koalition. Einzelne Genossen bezweifeln, dass mit Jürgen Rüttgers ein Neuanfang möglich ist. „Die Große Koalition wäre greifbarer, wenn der Verlierer nicht dabei wäre.“