„Wir haben ein Gehirn. Wir denken mit und wir sind laut“, schrie ein Redner der „Stopp Acta Demonstration“ am Samstagnachmittag in sein Megafon. Über 1000 Menschen hörten ihm auf dem Ludgeriplatz zu und zogen nach der Zwischenkundgebung wieder mit Flugblättern und Demo-Schildern quer durch die Innenstadt. Sie protestierten dabei gegen das Anti-Counterfeiting Trade Agreement (Acta), ein umstrittenes internationales Urheberrechtsabkommen.
Das Ziel des Abkommens ist es, die Produktpiraterie von beispielsweise Filmen zu stoppen und Urheberrechte zu schützen. Die ACTA-Gegner fürchten allerdings, dass die Politiker damit ihre Freiheitsrechte im Internet einschränken und gingen am Samstag deswegen weltweit auf die Straße. In Münster kritisierten die Demonstranten außerdem, dass die Bürger bei dem Abkommen nicht mit entscheiden können. „Es ist durch kein Parlament gegangen, sondern ist im Hinterzimmer entstanden. Das ist keine Transparenz“, rief ein Protestler.