Münster - In aktuellen Umfragen bekommt sie von den Bürgern mehrheitlich grünes Licht. Doch die politisch noch umstrittene Finanztransaktionssteuer könnte sich nicht nur als das erhoffte Einnahmeinstrument bei kurzfristigen Spekulationen erweisen.
Gegner der geplanten Steuer haben große Sorgen, dass Privatanleger, die zum Beispiel über Investment-Fonds etwas für die Altersvorsorge tun wollen, zur Kassen gebeten werden. Mehr noch: Ausgerechnet beim staatlichen geförderten Fonds-„Riestern“, das laut Bundesministerium für Arbeit und Soziales über 17 Prozent des Riester-Gesamtmarktes ausmacht, drohen neue Steuerlasten. „Eine absurde Situation. Das kann doch der Gesetzgeber, der das ,Riestern´ selbst fördert, nicht ernsthaft wollen“, beklagt Markus Temme, Pressesprecher von Union Investment, im Gespräch.