„Vegan for Fun“ von Attila Hildmann

Jung, wild und vernünftig

Nur kein Stress. Nicht mit Verboten, nicht mit der Moral. „Vegan for Fun“ ist daher nicht nur der Titel des neuen, mittlerweile vierten Kochbuchs von Attila Hildmann. Es ist Programm des Tausendsassas aus Berlin. „Florale Küche - mit Freude kochen“ könnte man frei übersetzen. Und die Freude betrifft damit mehr als nur den Kochspaß. Freude sollen die Tiere haben, und freuen sollen sich auch Herz und Venen.

Denn die komplett cholesterinfreie Küche des jungen Himmelsstürmers mit Vernunft ist eine Antwort auf die lange Reihe von Zivilisationskrankheiten. Der angehende Diplom-Physiker hat seinen Vater durch Herzinfarkt verloren, sah damals selbst aus wie ein Moppel ohne chen. Doch er wollte eine Lehre aus der falschen Ernährung seines Vater ziehen und entwickelte parallel zum Studium eine unkomplizierte, rein pflanzliche Küche, die er im Internet in einer Kochshow präsentierte. Mittlerweile ist er ein Star in der veganen Szene und schon ein bisschen darüber hinaus, und nicht zu unrecht hat ihm der „Becker Joest und Volk Verlag“ daher das Vertrauen für ein aufwendiges Buchprojekt geschenkt.


„Vegan for Fun“ ist wie sein Autor ein locker und professionell zugleich: Zu jedem der unkomplizierten Rezept gibt es fantastische Fotos, witzige und hilfreiche Tipps. Vorneweg erzählt Attila Hildmann seine Geschichte, seine Erfahrungen, und der frisch gebackene Ironman erläutert, warum eine rein pflanzliche Ernährung dem Körper gut tut. Diese Kochbuch ist künstlerisch und kulinarisch kompetent und köstlich. Die junge vegetarische Küche in Deutschland hat ein sympathisches Gesicht: Attila Hildmann. Das ideale Geschenk für die junge Koch-Generation, von der Oma noch was lernen kann - wenn sie will.
Gerhard H. Kock



29 · 08 · 11



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