Ahaus - Über die Risiken des Jülicher Atommülls wird der Wissenschaftler Dr. Rainer Moormann heute (27. Januar) um 20 Uhr im Dorothee-Sölle-Haus referieren.
Das hohe Ansehen der Kernforschungsanlage Jülich habe lange für die Spitze der Leistungsfähigkeit deutscher Forschung beim Thema Atomphysik und -technologie gestanden, heißt es in einer Ankündigung. Dieser Glaube sei unter anderem durch die „Moormann- Studie“ schwer erschüttert worden. „Die Illusion einer idealen Forschungseinrichtung zerbrach an den akribisch nachgewiesenen Fehlern, die über Jahrzehnte gemacht und vertuscht worden und aus heutiger Sicht mit Blick auf die große Verantwortung schwer zu begreifen sind“, so die Veranstalter weiter. Der wirkliche Image-Schaden für die Anlage Jülich, heute nur noch Forschungszentrum Jülich, werde besonders in der Betrachtung der vergangenen Jahrzehnte deutlich. Die Folgen dieser Fehler seien unter anderem in den zu erwartenden Jülicher Castoren verpackt.