Tanja Potthoff aus Bocholt tritt beim Strongman-Run in Weeze an


Die Bocholterin Tanja Potthoff nimmt in diesem Jahr zum zweiten Mal am Strongman-Run teil.
Die Bocholterin Tanja Potthoff nimmt in diesem Jahr zum zweiten Mal am Strongman-Run teil.
(Foto: Sven Betz)


Bocholt. Eiskalte, tiefe Wasserlöcher, Steilkurven, ein riesiges Spinnennetz und meterhohe Sandhügel, die es zu erklimmen gilt. Keine Frage - die Hindernisse des Fisherman´s Friend Strongman-Run 2010 treiben so manchem hartgesottenen Sportler den Angstschweiß auf die Stirn.

Trotzdem nehmen jedes Jahr wieder 8000 Teilnehmer die Herausforderung an und kämpfen sich auf zwei Runden durch 27 Hindernisse. Eine von ihnen ist die Bocholterin Tanja Potthoff. Am 18. April nimmt die 31-Jährige zum zweiten Mal am Strongman-Run auf dem Gelände des Flughafen Weeze teil.


Doch was fasziniert sie an dieser kräftezehrenden Veranstaltung? „Das Laufen ist einfach toll. Auch die Läufer sind klasse. Jeder hilft hier jedem. Das ist eine ganz tolle Erfahrung“, erklärt sie. „Ansonsten hätte ich mir das auch nicht noch ein zweites Mal angetan“, fügt sie hinzu.

Eigentlich konnte sie sich nach dem Lauf im vergangenen Jahr gar nicht vorstellen, noch einmal mitzumachen. „Ein Freund hat mich direkt nach dem Rennen gefragt, aber da habe ich erst einmal nein gesagt“, so Potthoff. Schließlich seien die letzten Kilometer eine wahre Tortur gewesen. „Ich hatte Schmerzen, Hunger und Durst und wollte nur noch ankommen“, erinnert sie sich. Die erste Runde sei dagegen gar kein Problem für die sportliche Bocholterin gewesen. „Die ersten neun Kilometer waren super“, betont sie. Aber etwa ab dem 13. Kilometer begann die Strecke, an ihren Kräften zu zehren. „Ab dann ist man dankbar für jedes Hindernis, bei dem man seine Beine nicht braucht“, macht Potthoff deutlich.

Doch als die Schmerzen nach dem Rennen nachließen, entschied sich die kaufmännische Angestellte, noch einmal teilzunehmen. Denn ihr ist es wichtig, sich immer wieder neue Ziele zu setzen. „Und wenn man sich erst einmal fürs Rennen angemeldet hat, dann muss man auch selbst hochkommen“, betont sie.

Mit dem Training für den Strongman-Run hat Potthoff bereits im Januar begonnen. Damit die letzten Kilometer in diesem Jahr mehr Spaß machen, setzt die 31-Jährige beim Training dieses Mal mehr auf die Zeit. So trainiert sie mehrmals pro Woche zwischen eineinhalb bis drei Stunden. Den Schwerpunkt legt sie dabei auf Laufen, Krafttraining und Gleichgewichtsübungen. Aber auch kalte Duschen seien gut zur Vorbereitung. „Es muss ja nicht gleich der Aasee sein“, scherzt sie.

Wie im Vorjahr hat sich Potthoff für den Strongman-Run nur eines vorgenommen: „Ich will in der vorgebenen Zeit von dreieinhalb Stunden durchs Ziel laufen.“ Ob sie auch in 2011 wieder antreten will, kann sie noch nicht sagen: „Fragen Sie mich das noch mal am 19. April.“



10 · 04 · 10





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