Serie "Kluge Köpfe"

Stefan Heiming: Abi am Berufskolleg am Wasserturm mit 1,4


Nachdem Stefan Heiming zum Berufskolleg am Wasserturm wechselte, steigerten sich seine Leistungen stetig. Sein Abi machte er mit einem Notenschnitt von 1,4.
Nachdem Stefan Heiming zum Berufskolleg am Wasserturm wechselte, steigerten sich seine Leistungen stetig. Sein Abi machte er mit einem Notenschnitt von 1,4.
(Foto: dah)


Bocholt - Für den Abiturienten Stefan Heiming ist die Sache ganz einfach: „Man sollte das machen, was einen interessiert und dann klappt das schon.“ Daran habe auch er sich immer gehalten. Und das mit großem Erfolg: Schließlich hat der 19-Jährige sein Abitur am Berufskolleg am Wasserturm mit einem Schnitt von 1,4 gemacht.

Nachdem Heiming von der fünften bis zur zehnten Klasse das Euregio-Gymnasium besucht hatte, wechselte er zum Wirtschaftsgymnasium des Berufskollegs am Wasserturm. „Das Wirtschaftsgymnasium hat einfach besser zu meinen Interessen gepasst“, erklärt er. Schon vorher sei er ein guter Schüler gewesen, „aber nach dem Wechsel haben sich meine Leistungen stetig gesteigert“, erzählt der Abiturient.


Sein Einserschnitt habe sich schon in den vergangenen beiden Schuljahren abgezeichnet. „Und dann hat mich natürlich der Ehrgeiz gepackt, dass ich den Schnitt auch halten kann“, so Heiming. Die Abiprüfungen hätten ihn aber schon ein bisschen nervös gemacht, gibt er zu. „Vor allem weil die BWR-Klausur (Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen) so schlecht ausgefallen ist, hatte ich Angst, dass ich da noch ein bisschen runterrutschen könnte.“

Druck von seinen Eltern habe Heiming aber nie bekommen. „Meinen Eltern war immer wichtig, dass ich das mache, woran ich Spaß habe.“ Daher seien auch kleinere Misserfolge kein Problem gewesen. „Die schlechteste Note, die ich jemals hatte, war eine Sechs im Diktat in der fünften Klasse“, erinnert sich der 19-Jährige.

Jetzt ist Heiming auf jeden Fall froh, dass er den Prüfungsstress hinter sich hat. Zur Belohnung steht für ihn erst einmal der wohlverdiente Urlaub auf dem Programm. Vier Tage verbringt Heiming in London. Außerdem geht es auch noch ins spanische Calla Rajada. Um die Urlaubsreisen zu finanzieren, hat der 19-Jährige gerade eineinhalb Wochen auf einer Baustelle gearbeitet. Seine Zukunft sieht der Abiturient hier aber nicht. „Nie wieder Baustelle! Ich bin dann doch eher kaufmännisch veranlagt“, betont er. Nach den Sommerferien wird Heiming im Rahmen eines dualen Studiums bei Siemens in Bocholt die Lehre zum Industriekaufmann absolvieren und gleichzeitig an der Fachhochschule in Münster Betriebswirtschaftslehre studieren.



26 · 06 · 10



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