Serie "Kluge Köpfe"

Birte Schnurr besteht Abi am Mariengymnasium mit 1,1


Birte Schnurr will ab Oktober Energie- und Prozesstechnik an der Technischen Universität in Berlin studieren.
Birte Schnurr will ab Oktober Energie- und Prozesstechnik an der Technischen Universität in Berlin studieren.
(Foto: dah)


Bocholt - Schon immer hat sich Birgit Schnurr ehrgeizige Ziele gesetzt: „Mittelmaß ist einfach nicht mein Ding“, erklärt die 19-Jährige, die gerade ihr Abitur am Mariengymnasium mit dem Notendurchschnitt 1,1 bestanden hat. „Doch mit so einem guten Schnitt hatte ich selbst dann doch nicht gerechnet“, betont sie.

Dabei hatte sich bei ihr schon vor den Abiturprüfungen eine Durchschnittsnote mit einer Eins vor dem Komma abgezeichnet. „Dass ich mich jetzt aber noch weiter nach oben verbessern konnte, lag aber am Zentralabitur. Die Abiklausuren waren viel einfacher als die Klausuren, die wir vorher hatten“, meint sie.


Lernstress habe sie vor den Prüfungen nicht gehabt: „Ich habe immer kontinuierlich für die Schule gearbeitet. Das hat mir die Vorbereitung sehr erleichtert.“ Außerdem habe ihr die Schule gerade in der Oberstufe immer mehr Spaß gemacht, „weil der Unterricht hier anspruchsvoller und interessanter wurde“. Ebenso habe ihr das selbstständige Arbeiten gefallen. Nur für Kunst und Musik habe sie sich nie so wirklich begeistern können. Gerade das Malen mit Wasserfarben habe ihr gar nicht gelegen: „Dafür habe ich keine ruhige Hand.“ Mehr Spaß habe ihr da die Arbeit mit Linolschnitten und Ton gemacht.

Aber auch eine so gute Schülerin wie Birte Schnurr hat schon mal eine schlechte Note bekommen. „Im Biotest habe ich schon mal eine Fünf geschrieben“, erzählt sie. Aber so ein Ausrutscher sei ja auch gar nicht schlimm, findet die 19-Jährige.

Ab Oktober möchte Birte Schnurr Energie- und Prozesstechnik an der Technischen Universität in Berlin studieren. Zur Vorbereitung absolviert sie zurzeit ein achtwöchiges technisches Grundpraktikum, bei dem sie Zerspanungsmechanikern über die Schulter schaut. Zerspanungsmechaniker fertigen Präzisionsbauteile aus Metall durch spanende Verfahren wie Drehen, Fräsen oder Schleifen.

Dass dieses Berufsfeld eher von Männern dominiert wird, ist für die Abiturientin kein Problem. „Ich bin mit drei älteren Brüdern aufgewachsen. Ich kann mich durchsetzen“, so Schnurr.



30 · 06 · 10



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