„Nicht zu viel einmischen“


Wurde von den Landfrauen ausgefragt: NRW-Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg, der gestern beim Bäuerinnenforum zu Gast war.
Wurde von den Landfrauen ausgefragt: NRW-Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg, der gestern beim Bäuerinnenforum zu Gast war.
(Foto: Barnekamp)


-job- Südlohn/Kreis Borken. Milchquote, Flächenverbrauch, Hochwasserschutz: Themen, die der Landwirtschaft auf den Nägeln brennen, kamen gestern beim Bäuerinnenforum des Kreislandfrauenverbandes in Südlohn auf den Tisch. Und: Die gut 70 Landfrauen diskutierten munter und mit viel Engagement, hatten sie doch die seltene Gelegenheit, ihre Anliegen direkt einem Minister, nämlich NRW-Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg (CDU), vorzutragen.

Beim heiklen Themen „Milchpolitik“ machte Uhlenberg deutlich, dass mit ihm eine Mengenbegrenzung der Milchproduktion nicht zu machen sei. „Es macht doch keinen Sinn, die Produktion hier einzufrieren und woanders tut man es nicht“, so Uhlenberg. Wenn die Bauern es für richtig hielten, weniger Milch herzustellen, „dann fangen Sie doch vor Ort damit an“, sagte er auf eine entsprechende Frage. Im Übrigen halte er nichts davon, wenn sich die Politik zu sehr in den Wettbewerb einmische. „Sollen wir denn auch die Schweinemärkte regulieren? Sollen wir vorschreiben, wie viel Sauen Sie halten dürfen?“, so seine rhetorische Frage.


Warum denn die Bauern auch an einigen Stellen im Kreis durch die Ausweisung von Überschwemmungsgebieten eingeschränkt würden, wollte eine andere Landfrau wissen. Hier machte Uhlenberg klar, dass er eben nicht nur Landwirtschaftsminister sei, sondern auch für Umwelt und Naturschutz zuständig ist - und es hier und da Interessenskonflikte gebe.

Beim Thema Biogasanlagen sprach sich Uhlenberg dafür aus, für deren Betrieb möglichst viel Rohstoffe zu nutzen, die die Landwirtschaft anderswo nicht benötige. Beim Thema Flächenverbrauch wiederholte Uhlenberg seine Auffassung, dass Kommunen erst einmal Baulücken nutzen sollten, bevor sie neue Baugebiet ausweisen.

Den Abschluss des nunmehr fünften Bäuerinnenforums bildeten am Nachmittag Tipps von Anne-Mette Steenken. Sie sprach über das Thema „Betriebliches Wachstum und Arbeitsbewältigung - wie ist das zu schaffen.“



11 · 11 · 09





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