Raesfeld (era). „Der Außensanierung des Toilettenhauses am Südring wird zugestimmt. Die Kommunale Dienstleistungsgesellschaft wird beauftragt, das Vergabeverfahren durchzuführen“. So stand es im Beschlussvorschlag. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, das Ziegeldach des Toilettenhäuschens gegen ein Blechdach auszutauschen und die jetzigen Dachüberstände einzukürzen. Immer wieder sei es vorgekommen, dass sich Personen an die tiefhängenden Dachrinnen gehängt haben und auf das Dach geklettert seien, erläuterte Bauamtsleiter Theo Passier. Mehrfach sei das Dach beschädigt worden, ebenso hätten mehrfach Pfannen gefehlt. Durch Einkürzung der Dachüberstände werde das sehr niedrige Gebäude größer wirken, so Passier, und integrierte Dachrinnen würden nicht mehr zu Turnübungen einladen. Darüber hinaus sollte - nach den Vorstellungen der Verwaltung - die uneinheitliche, an mehreren Stellen geflickte Klinkerverblendung mit heller Farbe getüncht werden. Kostenpunkt für beide Arbeiten: rund 13.000 Euro.
Anstreichen: Ja - neues Dach: Nein. So reagierte die CDU auf den Verwaltungsvorschlag. In Zeiten des Sparzwangs will die Mehrheitspartei nicht rund 10.000 Euro für ein neues Dach ausgeben. Die rund 3000 Euro für den Anstrich dagegen wolle sie bewilligen, erklärte Jochen Welsing. „Es ist ein heiles Dach. Wir sehen nicht ein, dass wir dort Geld ausgeben“, so Welsing - zumal die Finanzen der Gemeinde „auch nicht mehr das sind, was sie früher einmal waren“.