Höherer Zuschuss unter Vorbehalt


Trotz einiger Neuerungen hat der Weihnachtsmarkt in Gescher in den letzten Jahren an Attraktivität eingebüßt. Nun sollen neue Konzepte her. Foto: Archiv
Trotz einiger Neuerungen hat der Weihnachtsmarkt in Gescher in den letzten Jahren an Attraktivität eingebüßt. Nun sollen neue Konzepte her. Foto: Archiv


Gescher. Die Stadtmarketing GbR soll bis Mai ein schlüssiges Konzept für den Weihnachtsmarkt entwickeln. Darüber hinaus fordert die Politik vom Team um Geschäftsführer Franz van Üüm ein Gesamtkonzept für die Events und einen Finanzplan. Unter diesem Vorbehalt soll der Zuschuss der Stadt an das Stadtmarketing in diesem Jahr um 5000 Euro auf 65.000 Euro angehoben werden, in den Folgejahren auf 70.000 Euro. Diesen Beschluss fasste der Haupt- und Finanzausschuss nach einigem Hin und Her einstimmig.

Schon in seiner Etatrede im Dezember hatte Bürgermeister Hubert Effkemann vorgeschlagen, die Zuschuss-Anhebung von einem verbesserten Konzept für den Weihnachtsmarkt abhängig zu machen. Diese Veranstaltung habe in den vergangenen Jahren kontinuierlich an Qualität und Attraktivität eingebüßt, wie die kritische Resonanz in der Bevölkerung zeige. Effkemann: "Da ist die Zeit wohl drüber her gegangen."


Der Vorschlag der Verwaltung sah vor, dass das Stadtmarketing in Abstimmung mit Stadt und Pro Gescher ein neues Markt-Konzept erarbeitet und im Mai dem Hauptausschuss präsentiert. Erst danach solle die Zuschuss-Erhöhung freigegeben werde. Dem Ausschuss gingen diese Vorgaben nicht weit genug: UWG-Sprecher Werner Bönning forderte vom Stadtmarketing ein Gesamtkonzept und einen Finanzplan mit Einnahmen und Ausgaben. Über den höheren Zuschuss ab 2013 müsse man jetzt noch nicht entscheiden - das könne mit dem nächsten Haushalt geschehen. Ins gleich Horn stieß SPD-Sprecher Ansgar Heming: Aus Stadt-Sicht sei es legitim, wissen zu wollen, wofür das Geld ausgegeben werde. Wolfgang Brüggestrath (Grüne) wertete die Vorlage der Verwaltung als "kurios": Laut Darstellung könne die Politik nur darüber entscheiden, ob sie den höheren Zuschuss "unter Vorbehalt" oder "ohne Vorbehalt" gewähre. Das höre sich eher so an, dass die Stadtmarketing GbR chronisch unterfinanziert sei.

Grünes Licht für den Beschlussvorschlag der Verwaltung signalisierte CDU-Sprecher Egbert Kock, begrüßte es aber, dass der Stadtmarketing-Bericht im Mai möglichst umfassend ausfallen soll. Kock regte an, in Zukunft verstärkt an die Ergebnisse der "Lepping-Ära" anzuknüpfen.

Effkemann wertete die Forderungen nach einem tragfähigen Gesamtkonzept für die weitere Stadtmarketingarbeit als berechtigt. Die Zuschuss-Erhöhungen seien perspektivisch zu sehen.

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