Wohnmobilplatz nicht akzeptiert


Der Wohnmobilplatz an der Steinstraße wird nach zwei Jahren wieder aufgegeben.Foto:
Der Wohnmobilplatz an der Steinstraße wird nach zwei Jahren wieder aufgegeben.Foto:
(Klaus Wiedau)


Gronau - Es war ein Experiment - und das ist schiefgegangen: Der Wohnmobilplatz an der Steinstraße - 2007 eingerichtet, um Campern einen stadtnahen Stellplatz zu offerieren - wird wieder aufgegeben. Das beschloss der Ausschuss für Verkehr, Umwelt, Energie und Tierschutz in seiner Sitzung am Dienstagabend.

Nur rund 150 Euro Parkgebühren wurden seit der Inbetriebnahme eingenommen, listete die Verwaltung auf. Demgegenüber standen Kosten von rund 4000 Euro im Jahr, die sich durch 12 Rasenschnitte und 50 Reinigungen der rund 6 500 Quadratmeter großen Flächen ergaben. Gefreut über die Anlage haben sich nach Erfahrungen der Verwaltung weniger die Mobilheim-Fans als die Hundebesitzer der Umgebung, die das Terrain sehr intensiv als Hundeauslauf nutzen. Den Campern dagegen war der Platz trotz aller Bemühungen zu ungepflegt und damit keine fünf Euro für die Tagesnutzung wert. Da an diesem Stellplatz auf die attraktiven Stellflächen am Dreiländersee mit Ver- und Entsorgungseinrichtungen hingewiesen wurde, zog es viele Gäste zum Drilandsee, wo die Tagesnutzung ebenfalls nur fünf Euro kostet.


Am Drilandsee haben sich nach Angaben der Verwaltung - auch durch die Verlängerung der Saison - die Einnahmen aus den Parkautomaten positiv entwickelt. So wurden 2007 (Mai bis November) rund 30 000 Euro eingenommen, 2008 (Mai bis November) waren es 45 000 Euro und 2009 (April bis Mitte Oktober) rund 47 000 Euro, wobei Resteinnahmen Oktober und der November noch nicht berücksichtigt sind).

Die Verwaltung will daher auch den an der Steinstraße freiwerdenden Parkautomaten auf den Parkplatz 4 am Drilandsee versetzten, der bisher über keinen Automaten verfügt. Dieser Platz soll künftig im Rahmen der Münsterlandreitroute (Warendorf bis Recklinghausen, Fertigstellung 2012) ausgebaut und stärker genutzt werden. Die Finanzierung erfolgt über Strukturmittel der Europäischen Gemeinschaft.

Aus den Reihen des Ausschusses wurde angeregt, dass die Verwaltung sich Gedanken über einzelne stadtnahe Stellplätze für Wohnmobile macht. Stadtbaurat Vetter sagte dies zu.

VON KLAUS WIEDAU, GRONAU


14 · 01 · 10





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