Mehr Engagement für Platt erwünscht


Günter Vaartjes, Vorsitzender des Gronauer Heimatvereins (2. v. r.), und der FDP-Bundestagsabgeordnete Hans-Michael Goldmann (r.) sprachen zum Auftakt des Treffens an der Kopie des Drilandsteins am Gasthof Driland. Foto:
Günter Vaartjes, Vorsitzender des Gronauer Heimatvereins (2. v. r.), und der FDP-Bundestagsabgeordnete Hans-Michael Goldmann (r.) sprachen zum Auftakt des Treffens an der Kopie des Drilandsteins am Gasthof Driland. Foto:
(mfk)


Gronau - Auf Einladung des Heimatvereins Gronau trafen sich Vertreter der Heimatvereine aus dem Altkreis Ahaus in Gronau. Die Gäste, darunter waren der Kreisheimatpfleger Alfred Janning, der Bundestagsabgeordnete Hans-Michael Goldmann, der stellvertretende Landrat Karl-Heinz Busen und Markus Schulte als Kreistagsabgeordneter, wurden mit jagdlichen Klängen der Jagdhornbläsergruppe des Hegerings Gronau-Epe am Hotel-Restaurant Driland empfangen.

Der Vorsitzende Günter Vaartjes begrüßte die Gäste am Replikat des Drilandsteins, um zu erläutern, warum eine Kopie erstellt wurde und das eigentliche Projekt am Original nicht verwirklicht werden konnte, das zweifelsfrei zu einer touristischen Attraktion hätte werden können.


Im Drilandmuseum wurde die Frühjahrstagung anschließend vom Kreisheimatpfleger eröffnet. Bürgermeister Karl-Heinz Holtwisch übermittelte die Grüße der Stadt Gronau und hob die Bedeutung der Heimatpflege und die guten Beziehungen zu den Nachbargemeinden in den Niederlanden und in der Grafschaft Bentheim hervor.

Günter Vaartjes ging bei seinem kurzen Statement auf den Veranstaltungsort im alten Gronauer Rathaus ein, das als Museum und Domizil des Heimatvereins Gronau dient. Sodann stellte er den eigenen Verein vor, der in den nächsten Tagen 85 Jahre alt wird, und erläuterte die umfangreichen Aktivitäten.

Bei den Tagesordnungspunkten gab es zunächst einen Rückblick auf den Plattdeutschen Lesewettbewerb, an dem 46 Schülerinnen und Schüler teilnahmen. Hier erhoffen sich die Heimatfreunde mit ihrer Unterstützung ein größeres Engagement der Schulen. Die Regionale 2016 unter dem Begriff „Heimat - Landschaft - Freizeit“ werde auch für die Heimatvereine des Kreises von besonderer Bedeutung sein, hieß es bei der Tagung. Eine Beteiligung sei erstrebenswert, wobei die Vorschläge koordiniert werden müssten. Eingeladen wurde zum Westfalentag, der Mitgliederversammlung des Westfälischen Heimatbundes. Festredner ist Dr. h.c. Fritz Pleitgen zur „Ruhr 2010“.

Am 15. Mai gibt es den grenzüberschreitenden Heimattag, der diesmal in Haaksbergen stattfindet. Das Thema lautet „Bewahrung des grünen Erbes am Beispiel der Grenzregion“. An unterschiedlichen Terminen kann an Glockenführungen teilgenommen werden. Zur Erinnerung an den Westfälischen Frieden sollen um 24. und 25. Oktober im Münsterland die Glocken läuten.

Stadtarchivar Gert Lippert stellte den Besuchern seine Ausstellung „350 Jahre Drilandstein“ vor und informierte sie über die Bedeutung dieser Regionalgeschichte im Länderdreieck Niederlande, Grafschaft Bentheim und Fürstbistum Münster. Die Ereignisse des 17. Jahrhunderts haben auch Gronau durch die religiösen Ereignisse geprägt. Auf Schrift- und Bildtafeln, die um eine Nachbildung des Drilandsteins im Museum gruppiert sind, finden sich die Geschehnisse dieses Jahrhunderts wieder. Diese Ausstellung im Drilandmuseum kann noch bis zum 28. März besichtigt werden, es sei denn, es melden sich kurzfristig Gruppen an. Dann will der Heimatverein Gronau die Ausstellungsdauer um 14 Tage verlängern, wobei die Osterfeiertage ausgeschlossen sind.



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